Blickpunkt Nottuln
16.07.2026
Blickpunkt Nottuln
So könnte es aussehen: Das Schuldenbarometer zeigt den Schuldenstand Ende 2025 an. Der jetzige Schuldenstand wird wohl nicht mehr weit entfernt von 40 Mio. € sein.
Blickpunkt Nottuln
Klimaschutz und Kulturschutz: Der Kastanienplatz muss unbedingt von Bebauung freibleiben, denn freie öffentliche Plätze sind essenziell für das lokale Stadtklima! Sie wirken als natürliche Klimaanlagen, regulieren die Temperatur, verbessern die Luftqualität und mildern die Folgen von Extremwetterereignissen ab. Sinnvoll ist es allerdings, die Fläche teilweise zu entsiegeln, um dort möglichst viele schattenspendende Bäume zu pflanzen. Das Ganze sollte unter Einbindung eines integrierten Regenwasserkonzeptes erfolgen. Kulturell wird dieser Platz und auch die direkt nebenan stehende Alte Amtmannei ohnehin genutzt.
Blickpunkt Nottuln
Auch hier, war schon mal angedacht, ein großzügigen Anbau an das jetzige Rathaus für die Verwaltung zu realisieren. Diese Idee war ebenfalls abwegig, hätte dafür doch das unter GD Joseph Moehlen errichtete, wunderbare von der Verwaltung genutzte Fachwerkensemble und der romantische, kulturell vielseitig genutzte Hinterhof verschwinden müssen

Öffentliches Schuldenbarometer dringend erforderlich

Digitales Schuldenbarometer gehört auf die Nottulner Start-Webseite

Nun haben sich die Westfälischen Nachrichten (WN) auch mit den Schulden der Gemeinden beschäftigt. Und siehe da: Die Nottulner haben die meisten Schulden! Auch unsere Redaktion hat sich bereits im September 2025 mit den Schulden der Baumbergegemeinden Nottuln, Billerbeck, Havixbeck und Senden befasst, siehe auch Artikel: https://www.nottuln-blickpunkt.de/768-zur-buergermeisterwahl-thema-finanzen-haushalt-hohe-pro-kopf-verschuldung.

Doch das reicht bei weitem nicht aus, schließlich leben wir im digitalen Zeitalter: Nottulner Bürgerinnen und Bürger müssen sich jederzeit und ohne Umwege über ihre aktuellen Schulden auf der Gemeinde-Webseite Nottuln informieren können. Dazu gehört ein Schuldenbarometer auf der Startseite des gemeindlichen Internetauftritts. Ein direkter Zugriff muss von dort aus für jede und jeden, jederzeit möglich sein. Dort müssen natürlich die bisherigen Schulden und neue Schulden, die aufgrund von Ratsbeschlüssen oder von der Gemeindeverwaltung von sich aus gemacht werden,  projektbezogen und zeitnah ersichtlich sein, natürlich in Abgrenzung zu den erhaltenen Förderbeiträgen. Hierbei muss auch deutlich werden, ob die Förderbeiträge nur in Aussicht gestellt oder bereits an die Gemeinde geflossen sind. Alle Angaben müssen nachvollziehbar und plausibel sein.
Insofern wäre es sinnvoll, nach einem Stufenplan zu verfahren, der in der ersten Stufe erst einmal ein Schuldenbarometer vorsieht, welches die aktuellen Schulden anzeigt und monatlich aktualisiert wird.
 
Nach den Prokopfschulden von rund 500 Euro, die sich seit dem Amtsantritt von Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes (Ende 2020) bis heute mehr als verdreifacht haben (1745 Euro), ist diese Maßnahme mehr als erforderlich, zumal mit den bereits geplanten Großprojekten mehrere Millionen Euro an Schulden dazukommen. So soll ein Bürgerforum nach jetzigen Berechnungen 5,2 Millionen Euro kosten. Offensichtlich hat Bürgermeister Thönnes ein flottes Händchen beim Schuldenmachen, aber diese werden um jedes weitere Mal auf den Buckeln der Bürgerinnen und Bürger abgeladen: siehe die zweimal hintereinander erfolgten, exorbitanten Erhöhungen der Grundsteuer B für Hausbesitzer! Darin ist Thönnes wiederum absolute Spitze, vergleicht man ihn mit den Bürgermeistern anderer Baumbergegemeinden, die da wesentlich zurückhaltender waren.
Das probate Mittel von Thönnes ist es, immer wieder den Gemeinderat mit der Förderung von öffentlichen Mitteln für seine Projekte zu locken, und leider scheint es, immer wieder zu funktionieren. Dabei scheut er seit Neuestem nicht, für sein Prestigeobjekt alle Vereine vor seinen Karren zu spannen.

Dafür muss man nur den richtigen Namen finden: "Bürgerforum"! Handelt es sich nicht eher um den verdeckten Neubau eines Rathauses, was er offensichtlich schon lange anstrebt? Wenn die Ausnutzung des neuen Gebäudes dann geringer sein sollte, als vorgesehen, könnten die Räumlichkeiten im Untergeschoss wahrscheinlich ohne große Probleme wie die im Obergeschoss genutzt werden, nämlich von der Gemeindeverwaltung.

Die Bürgerinnen und Bürger Nottulns, haben aufgrund der hohen Verschuldung ihrer Gemeinde Nottuln, deren Konsequenzen sie vor kurzem gleich zweimal hintereinander, enorm zu spüren bekamen, ein Recht darauf, sich jederzeit über den aktuellen Gesamtschuldenstand der Gemeinde und die daraus für sie resultierende Prokopfverschuldung zu informieren. Ein aktualisiertes Schuldenbarometer (in grafisch, aussagekräftiger Form, siehe oben links) auf der Start-Webseite ist ein demokratisches Instrument, das sie ohne Umschweife sofort und rechtzeitig informiert, damit sie überhaupt ihre demokratischen Möglichkeiten wahrnehmen können. 

Öffentlicher Antrag gem. GO NRW an den Bürgermeister 
Unsere Redaktion, bzw. wir als Nottulner Bürger, werden daher einen Antrag gem. § 24 Gemeindeordnung NRW an den Bürgermeister und die Verwaltung Nottulns stellen und sie bitten, diesen Antrag dem zuständigen Ausschuss und dem Gemeinderat zur Diskussion und Abstimmung vorzulegen. Die Ausschuss- und  Gemeinderatsmitglieder bitten wir für die Realisierung dieses demokratischen Instruments um Zustimmung. Es ist ein wertvoller Beitrag für alle Bürgerinnen und Bürger Nottulns, die von den Ratsmitgliedern und den sachkundigen Bürgern im Gemeinderat vertreten werden, aber auch für diese selbst.

Mit besten Grüßen

Ihre Redaktion
Karin und Jürgen Gerhard