Blickpunkt Nottuln
11.02.2026
Blickpunkt Nottuln
Gemeinde

Nur 9 von 20.000 Bürgern interessierten sich für die Anlegung der Staudenbeete vor den Kurien

Eigentlich war es zu erwarten, nur 9 Interessierte erschienen zu dem Termin in der alten Amtmannei, Begeisterung sieht anders aus! Das zeigt deutlich, dass die Bürgerinnen und Bürger schon längst nicht mehr mit der Verfahrens- und der Handlungsweise des Bürgermeisters einverstanden sind! Schon im Vorfeld stieß die von Thönnes favorisierte Idee immer wieder auf starken Widerstand in der Bevölkerung. Trotzdem hält er wie so oft in seiner bisherigen Amtszeit starrsinnig am Projekt fest. Die Meinung der Bürger interessiert ihn offensichtlich wenig.
Schließlich gibt es ja einen Ratsbeschluss. Wir können unseren Leserinnen und Lesern nur empfehlen, sich mal den Wust von Themen anzusehen, den Thönnes jeweils in eine Ratssitzung packt. Da wird dann schnell mal was entschieden. Für zielführende Debatten bleibt da oft keine Zeit, zumal in einigen Ratssitzungen auch noch Externe vortragen.
Die Bürgerinnen und Bürger waren Thönnes in den Ausschusssitzungen ohnehin lästig. Ihre seit Jahrzehnten vom Ausschussvorsitzenden jeweils gewährte direkte Wortbeteiligung hat er schon kurz nach seinem Amtsantritt abgeschafft.

Vermeintliche Führungsstärke des amtierenden Bürgermeisters ist Führungsschwäche
Die Bürger werden meist erst dann beteiligt, wenn alles entschieden ist, selbst bei so augenfälliger Thematik im historischen Ortskern. Viele Bürger hatten noch bei seiner Erstwahl an den neuen Bürgermeister geglaubt, waren sogar euphorisch, verfügte er doch über eine gute Rhetorik und eine freundliche Art; für jeden hatte er ein Lächeln übrig. Mittlerweile sind sie oft genug mit seiner nicht bürgerfreundlichen Verfahrensweise und seiner selbstherrlichen Art konfrontiert worden. Ihren Glauben an ihn haben sie längst verloren.
Stur und starr hält er an seinen bisherigen Aussagen und Entscheidungen fest, auch, wenn diese durch schlüssige Argumente und Fakten längst widerlegt sind. In den über fünf Jahren seiner Amtszeit haben wir noch nicht ein einziges Mal erlebt, dass er deshalb, selbst nach lange währendem sinnvollen Widerstand, einsieht, dass er sich auf dem falschen Weg befindet.
Diese starre, unnachgiebige Haltung ist keine Führungsstärke, sondern Führungsschwäche. Die über ein halbes Jahrhundert alten Eiben, die Wächter der Kurien, die unverkennbar zum historischen Ortsbild gehören, sind das beste Beispiel dafür. Thönnes betreibt leider eine Politik gegen und nicht mit den Bürgern.
Seine unverständliche Bürgerferne und selbstherrliche Handlungsweise setzt sich derzeit auch beim Thema der völlig überdimensionierten Windkraftwerke im Landschaftsschutzgebiet mit massiven, unerträglichen Folgen für das Landschaftsbild, die Natur und die Bürgerinnen und Bürger der nahen Wohnbebauung, fort.

Hier die Fakten:

1. Die Eiben vor allen Kurien und der Alten Amtmannei sind ökologisch wertvoll und dürfen nicht entfernt werden
Eiben stehen auf der Liste der gefährdeten Arten und gehören in ganz Europa zu den geschützten Pflanzenarten. Bereits gepflanzte und alte Exemplare dieser immer seltener werdenden Art sind auf jeden Fall zu erhalten. Übrigens hat die Taxus baccata, auch Heimische Eibe oder Europäische Eibe genannt, bereits 1994 in Deutschland und 2013 in Österreich die Auszeichnung als Baum des Jahres erhalten. In allen europäischen Ländern gehört die Eibe zu den geschützten Pflanzenarten.
Doch ist die heimische Eibe nicht nur was fürs Auge, denn aufgrund ihrer Vieltriebigkeit ist sie sehr blickdicht und dient deshalb vielen Vögeln als Brut- und Nistplatz und als immergrüner Baum das ganze Jahr über als geschützter Rückzugsort. Zudem ist die einheimische Pflanze bei herbstlicher Beerenreife mit den für alle Eiben typisch roten, becherartigen, leuchtenden Scheinbeeren eine stets willkommene Nahrungsquelle für viele Vogelarten, wie Kernbeißer, Kleiber, Drosseln und Amseln. Die Blüten der männlichen Eiben werden gerne von Insekten angeflogen.

2. Die Eiben, die Wächter der Kurien, haben historischen Wert
Eiben sind geschichtsträchtige Bäume. Doch nicht nur in Nottuln ist die Taxus baccata zu finden, denn sie ist die alleinige europäische Art ihrer Gattung und seit 150 Millionen Jahren ein wertvoller Teil unserer Geschichte. Aufgrund ihrer einzigartigen Charakteristik wurde sie bereits von den Ägyptern, Römern und Germanen hochgeschätzt. Vom Barock bis hin zur Renaissance wurden sie in Städten und Schlössern gepflanzt und zeugen noch heute von ihrer historischen Geschichte, gerade im Münsterland, auch wenn der Bürgermeister von Nottuln, Dr. Dietmar Thönnes, in der Ratssitzung offensichtlich unwissend das Gegenteil behauptete. 
Insbesondere bei vielen Bauwerken aus der Barockzeit vom westf. Baumeister Johann Conrad Schlaun sind sie beispielsweise vorm Schloss Nordkirchen und auch in Nottuln vor besonders bedeutsamen historischen Gebäuden platziert worden, siehe Bilder. Aufgrund ihrer sehr guten Schnittverträglichkeit reichen die Gestaltungsmöglichkeiten im Formschnitt von geometrischen bis hin zu figürlichen Gestalten und erfreuen mit ihrer Eleganz die Einheimischen und Touristen.
Übrigens: Falls sie zu wuchtig geworden sind, können sie problemlos zurückgeschnitten werden, da sie zuverlässig wieder ausschlagen.
Wichtig: Abschließend ist anzumerken, dass die grünen Wächter vor allen bedeutsamen historischen Gebäuden Nottulns stehen und sie kennzeichnen Das darf nicht auseinandergerissen werden, auch nicht von einem Bürgermeister Thönnes.

3. Versorgungs- und Sicherheitszone muss für Schausteller und Verkaufsstände frei bleiben
Wer beim jährlichen Martinifest einmal hinter die Kulissen geschaut hat, dem ist klar geworden, dass der Bereich vor den Kurien am Nonnenbach auch aus Sicherheitsgründen frei bleiben muss. Hier erfolgt die Versorgung der Schausteller und der Verkaufsstände mit Starkstrom, den sie für den Betrieb ihrer Karussells benötigen. Und damit die erforderliche Hygiene auf den Verkaufswagen und gastronomischen Ständen gewährleistet wird, ist Frischwasser vonnöten, und auch das kommt aus der Versorgungszone. Die Bilder unten, in der sich anschließenden Bildergalerie, zeigen Ihnen die tatsächliche Situation. Von der rückwärtigen Seite werden die Starkstromanlagen durch den Nonnenbach sicher abgeschirmt. Auf der entgegengesetzten Seite schirmen die Eiben sowie Rückseiten der Karussells bzw. Verkaufswagen die Starkstromanlagen ab. Das gilt übrigens für alle anderen großartigen Festivitäten.

4. Die finanzielle Förderung dieses Projektes wurde einmal abgelehnt und danach wohl unter falschen Voraussetzungen erteilt
Aber lesen Sie bitte selbst und bilden Sie sich Ihr eigenes Urteil: 

Unsere Redaktion hatte recherchiert und nachgefragt. Vorgelegen hat der Antrag der Gemeinde Nottuln mit einer Gesamt-Investitionssumme von 340.000 € bei der Bezirksregierung Münster. Er teilt sich wie folgt auf:

1. Bepflanzung des Stiftsplatzes im Ortskern mit Stauden und Spalier-Linden
2. Baumanpflanzungen im Neubaugebiet Nottuln Nord.
3. Naturnahe Gestaltung des Kinderspielplatzes Olympiastraße

Der gesamte Antrag (alle drei Projekte) wurde von der Bezirksregierung Münster abgelehnt, weil er nicht den Richtlinien „Grüne Infrastruktur“ entsprach. Zudem konnten wir in Erfahrung bringen, dass aus den Antrags- und Planunterlagen für die Verwirklichung des Teilprojektes „Bepflanzung des Stiftsplatzes im Ortskern mit Stauden und Spalierlinden“ nicht hervorging, dass sechs wertvolle, klimafördernde, ökologisch wertvolle, 50 Jahre alte, in Form geschnittene Eiben dafür gefällt werden sollen. Das hat die Bezirksregierung aber nach dem Vergleich mit einem Luftbild festgestellt, wie wir von dort aus erfuhren.

Offensichtlich wurde danach der gleiche Antrag von der Gemeinde Nottuln an die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gestellt. Dort gibt es das Programm 444 "Natürlicher Klimaschutz in Kommunen". Zumindest der Teilantrag 1. Stiftsplatzbepflanzung im Ortskern, vor den Kurien, wie auch in den Westfälischen Nachrichten nachlesbar, wurde von dort aus genehmigt. Die Investitionssumme beträgt hier 140.000 €, wobei 80 % (112.000 €) gefördert werden. Bei der Gemeinde Nottuln bleibt somit ein Eigenanteil von 28.000 €.

Da wir vermuten, dass beim Teilantrag "Bepflanzung des Stiftplatzes im Ortskern mit Stauden und Spalierlinden" auch hier die Angabe, nämlich die Beseitigung der ökologisch wertvollen Eiben für die Anpflanzung, fehlt und trotzdem die Bewilligung erteilt wurde, haben wir uns diesbezüglich auch an die KFW gewandt. Als wir jedoch konkret nachfragten, warum der gleiche von der Bezirksregierung Münster abgelehnte Antrag Ihrerseits befürwortet wurde, fiel der Vorhang.
Die Pressereferentin im Wortlaut: "Wir bedauern den Ärger der Bewohnerinnen und Bewohner Ihrer Gemeinde. Jedoch weise ich darauf hin, dass die KfW nicht die geeignete Ansprechpartnerin für Ihr Anliegen ist. Für Rückfragen zu konkreten Umsetzungen empfehlen wir, sich direkt an die zuständige Gemeindeverwaltung zu wenden. Herzlichen Dank für Ihr Verständnis."
Das hatten wir aber nicht und haben noch einmal nachgehakt und erhielten folgende Antwort: "Vielen Dank für Ihre Nachricht. Ich kann Ihnen allerdings keine weitere Auskunft geben. Das Bankgeheimnis erlaubt uns nicht, zu einzelnen Vertragsbeziehungen Stellung zu nehmen." 

Das hat weitaus mehr als ein Geschmäckle
Bedenkt man, dass es bei beiden Förderungsprogrammen, ob beim Land NRW oder bei der KfW, um die Verbesserung des Klimas und/oder der Biodiversität geht, dann steht die Bewilligung von öffentlichen Steuergeldern über 100.000 € für die Verwirklichung so eines Projektes, bei dem sechs gesunde, ökologisch wertvolle, ein halbes Jahrhundert alte Eiben gefällt werden sollen, im starken Widerspruch. Die Klimaförderung und Biodiversität sind aufgrund der geschilderten Situation nicht gegeben. Das hatten wir auch der KfW bei unserer weiteren Nachfrage deutlich gemacht und ihren Förderungsbescheid infrage gestellt. Schließlich hatte die Bezirksregierung Münster den Antrag der Gemeinde Nottuln abgelehnt, was absolut nachvollziehbar ist.
Übrigens gibt es für solche Anpflanzungen weitaus bessere ökologische Bedingungen, sehr nahe am Dorfkern, beispielsweise im Rhodepark.

Abschließende Bitte an alle Bürgerinnen und Bürger, insbesondere an die verantwortlichen Entscheider
Bitte stellen Sie die Zerstörung unseres wertvollen Ortes ein. Er ist das einzige grundlegende, wertvolle historische Kapital, das wir als Nottulner Bürgerinnen und Bürger haben. Macht aus einem lebenswerten Ort nicht das Gegenteil. Noch ist es nicht zu spät, aber es muss sofort etwas passieren, denn die Gemeinde hat bereits in der WN angekündigt, die Eiben bis zum Monatsende zu fällen. Das darf auf keinen Fall passieren! 
An seine frühere Entscheidung ist der Gemeinderat übrigens nicht gebunden. Er kann einen gefassten Beschluss wieder kurzfristig aufheben und durch einen neuen Beschluss ersetzen oder ihn anpassen. Wir finden, das ist aufgrund der Vorgeschichte und des gut erkennbaren Bürgerwillens erforderlich und vertretbar.

Mit besten Grüßen

Ihre Redaktion
Karin und Jürgen Gerhard

Kultur

Stiller Ort hinter den Berkelauen von Billerbeck

Wir geben es zu: Momentan ist es nicht einfach, seinen Glauben und sein Vertrauen zu bewahren. Denn Machtmissbrauch, und das nicht nur weit weg in Amerika, Russland oder anderen Ländern, sondern selbst vor Ort, macht es einem nicht gerade leicht. Da verletzen verantwortliche Politiker und politische Beamte die Grundregeln der Demokratie und stellen sich anschließend noch als Unschuldsengel in den Medien dar. Doch damit nicht genug: Es wird Geld in einem Maße ausgegeben, obwohl es einem selbst nicht gehört oder man es gar nicht mehr hat. Hauptsache eine finanzielle Förderung für ein neues Projekt wird bewilligt, den "REST" wird man schon irgendwie aufbringen.

Siehe beispielsweise das Wohnprojekt für Azubis in Appelhülsen: Für die veranschlagte Baukostensumme von 1,1 Millionen Euro gab es 79 % Förderung, also rund 869.000 Euro. Doch kurz darauf war zu lesen, dass jetzt ein zusätzlicher Finanzierungsbedarf von 700.000 Euro zu leisten ist. Die Baukosten stiegen dadurch um zwei Drittel, wie in einem Leserbrief in der WN nachzulesen war. Einen privaten Bauherren würde das in den Bankrott treiben, in der Gemeinde Nottuln macht es bei 20.000 Einwohnern gerade mal 35 Euro pro Kopf aus. Bei einer Familie mit zwei Kindern sind es immerhin schon 140 Euro. Da ist ja noch reichlich Luft nach oben, oder?

Es ist schon erstaunlich, was in der Gemeindeverwaltung Nottuln für ein Aktionismus herrscht, ohne über den nötigen finanziellen Hintergrund zu verfügen. Bereits im Jahre 2024 stieg die Prokopfverschuldung gegenüber dem Vorjahr von 1000 auf 1700 Euro, und das trotz vorzeitiger, empfindlicher Grundsteuererhöhung, bevor die neue gesetzliche Steuerreform 2025 zugriff. Die Grundsteuersätze wurden daraufhin noch einmal von der Gemeinde Nottuln eklatant erhöht. Zum Vergleich: Die Prokopfverschuldung in 2024 stieg in Senden um 31 Euro auf 82 Euro und in Billerbeck um 31 Euro auf 262 Euro gegenüber dem Vorjahr, und das bei wesentlich moderater Grundsteuererhöhung! (siehe auch Artikel unter: https://dev.nottuln-blickpunkt.de/768-zur-buergermeisterwahl-thema-finanzen-haushalt-hohe-pro-kopf-verschuldung.

Jetzt soll auch noch die eigene Heimat, der bedeutende historische Ortskern Nottuln, zugebaut werden. Selbst der letzte freie Platz im Ortskern vor der Alten Amtmannei soll unwiederbringlich verschwinden. Andererseits sollen ein paar Blümchen und Gräser vor den Nonnenbach mit den dahinter liegenden Kurien gepflanzt werden, um das Klima im Ortskern bei sommerlicher Hitze zu verbessern (dafür sollen auch noch ökologisch wertvolle, 50 Jahre alte, schattenwerfende Eiben abgesäbelt werden).
Was für ein Widerspruch, was für ein widersinniges, geplantes Handeln. Gerade im Ortskern muss die Luft, der Wind frei zirkulieren können, um seinen Abkühleffekt zu entfalten. Dafür sind die äußerst wenigen freien Plätze im Ortskern und die vorhandenen freien Sichtachsen zwischen den historischen Gebäuden unverzichtbar. Insbesondere der Platz vor der Alten Amtmannei im Ortskern und der in Hauptwindrichtung liegende Rhodepark am Rande des Ortskerns sind die wichtigsten Grundstücke, die frei bleiben müssen.
Offensichtlich will hier jemand die wunderbaren nachhaltigen Spuren des erfolgreichen Vorgängers, Gemeindedirektor Josepf Möhlen, verwischen, um sich ein eigenes Denkmal zu setzen.

Da ist es für verantwortliche Menschen gut und wichtig, Orte zu finden, an denen man zumindest für eine gewisse Zeit wieder zur Ruhe kommt, Kraft tanken und Abstand gewinnen kann. Möllerings Hügel hinter den Berkelauen von Billerbeck ist so ein Ort. Unter den Baumkronen mit Blick auf den Dom, ist es möglich, die Gedanken für eine Zeit lang in eine andere Richtung zu lenken. Ursprünglich standen hier zwei verwitterte Riesen, eine ca. 200 Jahre alte Gemeine Esche und ein ca. 200 Jahre alter Bergahorn, sie bildeten eine gemeinsame Krone. Gepeitscht von Sturm und Regen, hoch oben auf dem Hügel, wuchsen sie nur langsam und haben so manchen Ast verloren. Selbst der Blitz schlug öfters in ihre Krone ein.
Trotzdem, wie der Arm Gottes, legte sich der untere Ast des Bergahorns schützend über das Kreuz.

Das ursprüngliche Kreuz, damals noch mit Korpus, wurde bereits vor rund 400 Jahren auf dem Hügel aufgestellt. An vier Ecken um das Kreuz herum pflanzte man insgesamt vier Bäume. Aller Wahrscheinlichkeit wurden sie rund 200 Jahre später ersetzt. Grund für die Pflanzung war, dass das Vieh des Landwirts auf dem Hügel immer wieder vom Blitz getroffen wurde. Seitdem schlagen die Blitze in die Baumkronen ein, das letzte Mal vor ein paar Jahren. So bewirken noch heute einer der verbliebenen alten Riesen sowie drei neu gepflanzte Bäume, dass die unter ihnen weidenden Tiere nicht durch Blitze erschlagen werden.
Auf dem vor einiger Zeit erneuerten Fundament des Kreuzes findet sich folgende Inschrift von Adolph Kolping„Ohne Glauben und Vertrauen hält die Welt nicht zusammen“.

Alles in allem ein magischer, ruhiger Ort, an dem man gerne verweilt. Da kann man nur hoffen, dass hier alles so bleibt und nicht jemand auf die verrückte Idee kommt, auch hier ein Windkraftwerk zu errichten. Schließlich reicht aufgrund der erhöhten hügeligen Lage eine weitaus geringere Höhe des Windkraftwerkes aus, um entsprechend Strom zu produzieren, als bei gleicher Höhe im Flachland.
Doch Gott sei Dank befindet sich Möllerings Hügel in Billerbeck und nicht in Nottuln. Dort muss endlich etwas Gravierendes, Bedeutsames, Entscheidendes geschehen, will man der Demokratie in Zukunft eine Chance geben und Glauben und Vertrauen der Menschen in Nottuln zurückgewinnen.

Mit besten Grüßen

Ihre Redaktion
Karin und Jürgen Gerhard

Natur/Umwelt

Doch der kleine Vogel gilt auch als Symbol für den Besuch verstorbener Angehöriger 

Das kann ich durchaus bestätigen, denn kurz vor Weihnachten begegnete mir ein wunderschönes Rotkehlchen an der Grabstätte unserer Mutter auf dem Nottulner Friedhof. Ich war gerade mit Pflanzarbeiten beschäftigt und habe sie natürlich sofort unterbrochen. Das Rotkehlchen schaute mich prüfend an und untersuchte ganz nebenbei den von mir aufgewühlten Boden nach Nahrung. Kaum war es damit fertig, setzte es sich direkt vor mir auf die Grablaterne und genoss die von unten aufsteigende Wärme der dort brennenden Kerze; ganz schön clever.

Es war ein schöner gemeinsamer Moment des Vertrauens und des Innehaltens. Später begegnete mir ein weiteres, ebenfalls sehr hübsches Exemplar im Naturschutzgebiet Nonnenbachtal.
Rotkehlchen singen übrigens fast das ganze Jahr über und vertreiben Eindringlinge in ihr Territorium - trotz ihres niedlichen Aussehens - sehr nachhaltig. Sie scheinen auch Überlebenskünstler zu sein, denn man sieht sie gegenüber anderen Singvögeln noch relativ oft.

Wir hoffen, auch Sie haben ein bisschen Freude an ihnen und vielleicht auch ein eigenes Rotkehlchen im Garten. Und wenn nicht, dann sollten Sie die Vögel zumindest über die kalte Jahreszeit füttern und einige Nistkästen (für Rotkehlchen sogenannte Halbhöhlen) an geeigneten Orten anbringen. Das Einflugloch oder der Einflugbereich muss zum Schutz vor der Wetterseite (Westen) und praller Mittagssonne (Süden) jeweils nach Osten oder Südosten zeigen.
Sie werden schon nach kurzer Zeit feststellen, dass hierdurch viel mehr Leben in Ihrem Garten entsteht und Sie einen sinnvollen Beitrag zur Artenschutzerhaltung leisten, siehe auch https://www.nottuln-blickpunkt.de/316-ueber-60-prozent-der-vogelarten-haben-stark-abgenommen.

Mit besten Grüßen 

Ihre Redaktion
Karin und Jürgen Gerhard

Natur/Umwelt

Die kleinen Piepmätze brauchen uns dringend

Schauen wir uns in den Gärten unserer Siedlung um, dann müssen wir leider feststellen, dass kaum noch Vogelhäuschen aufgestellt werden. Sicher, wir sind alle älter geworden, oft schon längst pensioniert, und so manchem ist es vielleicht zu viel Arbeit, die Vögel regelmäßig zu füttern. Doch wenn wir die neuesten Zahlen des IUCN (International Union for Conservation of Nature) hören, dann ist es dringend erforderlich, den noch vorhandenen Vogelbestand mit gezielter Zufütterung durch den Winter zu bringen. Ansonsten wird sich die derzeitige Entwicklung noch weiter verschlimmern. 

Deshalb unsere dringende Bitte: Stellen Sie an geeigneten Stellen Vogelfutterhäuser auf und befüllen Sie diese täglich. Wecken Sie dadurch auch das Interesse für Ihre Kinder. Denn es macht Freude, die unterschiedlichen Vogelarten beim Fressen durch ein Fenster beobachten zu können. Sei es ein Rotkehlchen, eine Meise, ein Zaunkönig oder auch "nur" eine Horde von Spatzen. Alle ermuntern uns mit ihrem fröhlichen Gezwitscher, wenn sie sich nicht weit vom Futterhaus tummeln und warten, dass ein Platz für sie frei wird. Und das geht meistens sehr schnell, denn es herrscht viel Leben in diesem Haus. Manchmal müssen sich die Gäste jedoch gedulden, dann hat sich wieder mal ein Eichhörnchen im Vogelhaus breitgemacht, und es dauert ein wenig länger. Doch zu guter Letzt werden alle satt!

Was das Futter betrifft, ist es besser, dieses selbst zu mischen. Man kann es auch so handhaben, dass man dem gemischten Streufutter weitere Sonnenblumenkerne zugibt, denn ihr Anteil ist meist zu gering, sie sind wohl etwas teurer. Zusätzlich mischen wir noch etwas Fettfutter für die "Weichfresser" darunter.

Natürlich befüllen wir jeden Abend das Futterhaus erneut, sonst haben wir am nächsten Morgen eine Reihe von Spatzen dort sitzen, die protestvoll durchs Küchenfenster hereinschauen. Manche fliegen sogar in den Blumenkasten und verleihen dem Protest massiven Nachdruck. Da heißt es, das Frühstück zu unterbrechen und erst einmal die Piepmätze versorgen. Mitunter ist ein kleiner Zaunkönig dabei, den man aufgrund seiner zwergenhaften Gestalt leicht unterschätzt. Doch dieser kleine Kerl weiß sich durchaus zu behaupten. Selbst die für ihn riesengroßen Amseln scheinen ihn nicht sehr zu beeindrucken, mutig erkämpft er sich seinen Platz im Futterhäuschen.

Und sind wir doch einmal ehrlich: Neben dem tristen Grau und Braun, den zurzeit vorherrschenden "Farben" im winterlichen Münsterland, sind es doch gerade jetzt, die farbenfrohen und lustig zwitschernden Vögel, die jeden Tag wie ein kleiner Lichtblick in unser Haus einfallen. Das ist allemal das Füttern dieser liebenswerten kleinen Geister wert. Einige Vogelarten, wie den farbenfrohen Gimpel, die Grünfinken oder die Stiglitze, haben wir in diesem Winter noch nicht in unserem Vogelfutterhaus gesehen, was angesichts der neuen Zahlen des IUCN nicht erstaunlich ist. Die primäre Ursache hierfür ist der starke Insektenrückgang um 75 % in den letzten Jahrzehnten. Die Vögel benötigen aber die Insekten (Eiweiß) als Nahrung für die Aufzucht ihres Nachwuchses.

Deshalb möchten wir noch einmal betonen, dass es angesichts dieser alarmierenden Entwicklung umso wichtiger ist, den noch vorhandenen jetzigen Bestand an Wildvögeln durch Zufütterung über den Winter zu bringen.

Und nun folgt eine kleine Reise durch die farbenfrohe Vogelwelt mit Fotografien aus vergangener Zeit in unserem Garten. 

Mit besten Grüßen
Ihre Redaktion
Karin und Jürgen Gerhard

Gemeinde

Liebe Leserinnen und Leser des Nottulner Blickpunktes (NB)

Die besinnliche Weihnachtszeit und die Zeit bis zum Jahreswechsel werden von den meisten Menschen genutzt, um auf das vergangene Jahr zurückzublicken. Was gab es Gutes, was gab es Schlechtes und was ist einem besonders in Erinnerung geblieben? Zugegebenermaßen ist es nach vielen Jahrzehnten des friedlichen Miteinanders in Europa nicht gerade das erfreulichste Jahr, das wir erleben durften.

Wir wollen gar nicht näher darauf eingehen, denn durch die Medien prasseln tagtäglich die Nachrichten von Krieg, Geißelnahmen und Anschlägen mit vielen Toten auf uns nieder, doch wir dürfen uns dadurch nicht abstumpfen lassen!
Schade ist, dass immer mehr Menschen mit ihrer Macht, nicht rücksichtsvoll und vorsichtig umgehen, sondern sie missbrauchen. Und sie sind nicht mehr weit weg, in Russland, Amerika oder in Afrika. Nein, sie befinden sich leider schon direkt unter uns. Deshalb müssen wir wehrhaft sein und unsere Demokratie schützen, ehe es zu spät ist. 

Das heißt auch, dass wir die Macht nicht mehr ausschließlich unseren Politikern oder politischen Beamten überlassen dürfen. Ein gutes Beispiel dazu findet sich in der Schweiz, in der längst auch die "Direkte Demokratie" stattfindet, insbesondere im regionalen Bereich. Das heißt, Schweizer Bürgerinnen und Bürger stimmen in einem Volksentscheid über bestimmte wichtige Vorhaben oder Regelungen ab. Auch bei uns ist längst die Zeit gekommen, dieses Verfahren anzuwenden.

Die Zeit der repräsentativen Demokratie, in der die politischen Entscheidungen in jedem Fall allein den gewählten Vertretern (sprich dem Bürgermeister und dem Gemeinderat) überlassen werden, ist unseres Erachtens vorbei. Der Volkswille sollte möglichst unverfälscht in politische Entscheidungen übersetzt werden. In verschiedenen Bundesländern und Gemeinden sind direktdemokratische Verfahren wie Volksbegehren, Volks- oder Bürgerentscheide bereits möglich, so auch in nordrhein-westfälischen Gemeinden. Im Vorfeld muss aber erst ein Bürgerbegehren erfolgreich sein, dann folgt der Bürgerentscheid, bei dem die Bürger ebenfalls mit Ja oder Nein abstimmen können. 
Übrigens kann der Rat auch selbst einen Bürgerentscheid anstoßen.

Wie man sieht, ist es in NRW ein recht beschwerlicher Weg, denn der Gesetzgeber hat einige Hürden eingebaut und es ist ein äußerst formaler Weg einzuhalten. Mehr können Sie unter folgendem Link erfahren: 
https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_bes_detail?sg=2&menu=1&bes_id=6784&anw_nr=2&aufgehoben=N&det_id=701431

In diesem Sinne wünschen wir ihnen ein besinnliches Weihnachtsfest voller schöner Augenblicke und ein gesundes, glückliches neues Jahr voller weiser Entscheidungen.

Ihre Redaktion
Karin und Jürgen Gerhard

 

Gemeinde

Alter Regionalplan gilt bis zum Inkrafttreten des neuen Regionalplans

Manchmal haben Adventsfeiern auch etwas über die Wiedersehensfreude mit alten Kolleginnen und Kollegen hinaus. So kürzlich geschehen auf der Adventsfeier der Bezirksregierung Münster im Freiherr-von-Vincke-Haus am Domplatz. Geladen hatten dazu der Regierungspräsident Andreas Bothe und die Personalratsvorsitzende Gudrun Hüttermann. Ersterer gesellte sich etwas später dazu, der immense Verkehr auf der Rückfahrt nach einem Termin im Ministerium in Düsseldorf hatte ihn aufgehalten.

So kam ich ins Gespräch mit dem Regierungsvizepräsidenten Dr. Ansgar Scheipers, nachdem ich mich noch einmal kurz als Redakteur der ehrenamtlich betriebenen Online-Zeitung "Nottulner Blickpunkt" vorgestellt hatte. Dieser erinnerte sich aber aus vorher stattgefundenen Gesprächen an mich. Aufgrund der verfahrenen Situation der Windkraft in Nottuln stellte ich die Frage, ob nicht der alte Regionalplan, wie beim Landschaftsschutzplan auch, solange fortgilt, bis der neue Regionalplan in Kraft tritt. Das wurde von Dr. Scheipers bestätigt. Schließlich soll kein rechtsfreier Raum entstehen.

Das heißt letztlich, dass Windkraftanlagen nur in den dort ausgewiesenen Windvorrangzonen im Außenbereich zulässig sind. Dann stellt sich uns aber die Frage: Wie konnte Bürgermeister Dr. Thönnes der Gemeinde Nottuln dann einen Ratsbeschluss erwirken, der diese Windvorrangzonen aus dem Flächennutzungsplan aufhebt? Unseres Erachtens ist das aufgrund des Fortbestandes des alten Regionalplanes nicht zulässig. Somit müssten wohl auch die Erteilung der Vorbescheide hinfällig sein.

Erteilen des gemeindlichen Einvernehmens zu den Vorbescheiden ohne Zustimmung des Gemeinderates
Was unabhängig vom Regionalplan weiterhin unverständlich bleibt, ist: Wie konnte Thönnes das Gemeindliche Einvernehmen ohne offizielle Zustimmung des Gemeinderats erteilen?

Unseres Erachtens musste Thönnes den Rat der Gemeinde Nottuln im Rahmen des Planungsrechts beteiligen, da der Rat die entscheidende Vertretung der Gemeinde ist und die Planungshoheit über die Bauleitplanung ausübt. Der Bürgermeister ist zwar die gesetzliche Vertretung der Gemeinde, aber der Rat der Gemeinde ist das beschlussfassende Organ in Angelegenheiten der Bauleitplanung. Das heißt letztendlich im Klartext, dass er jedem einzelnen Ratsmitglied die jeweiligen Anträge für die Erteilung des Vorbescheides zur Kenntnis geben musste und der Gemeinderat gemeinsam darüber entscheidet, ob und inwieweit das Gemeindliche Einvernehmen erteilt wird. Das ist aber offensichtlich nicht der Fall gewesen.
Der Bürgermeister kann sich unseres Erachtens nicht darauf zurückziehen, dass der Gemeinderat ihm, mit der Aufhebung der Windvorrangzonen eine Generalvollmacht für die jeweilige Erteilung des Gemeindlichen Einvernehmens für insgesamt 8 Windkraftanlagen in Nottuln-Stockum ausgestellt hat, zumal die Aufhebung der Windkraft-Vorrangzonen höchstwahrscheinlich nicht einmal rechtkonform ist (siehe oben).

Abschließend möchten wir nochmals klarstellen, dass kaum jemand mehr grundsätzlich gegen die Windkraft ist, es müssen aber aus Umwelt- und Nachbarschaftsgründen gewisse Voraussetzungen eingehalten werden. Die nicht vertretbaren Auswirkungen der Windkraftanlagen grundsätzlich und speziell in Nottuln-Stockum können nachgelesen werden in unserem Artikel: https://www.nottuln-blickpunkt.de/751-st-martinus-bekommt-gigantische-konkurrenz-teil-1. Schließlich verbleiben die Windkraftanlagen nach heutigen Erkenntnissen mindestens 30 Jahre an ihrem Standort.

Der Landrat Dr. Schulze-Pellengahr wird nicht nur aus juristischen Gründen gut daran tun, die erteilten Vorbescheide aufzuheben. Nicht nur das Vertrauen der Bürgerrinnen und Bürger in den Rechtsstaat, sondern auch in die eigene Verwaltung würde wieder gestärkt werden.
Für Neuanlagen im Außenbereich gelten dann die Windvorrangzonen des neuen Regionalplanes.

Kein Windkrafträder-Tourismus von Münster nach Nottuln
Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes aus Nottuln scheint seine Liebe für Münster entdeckt zu haben. Oder besser gesagt: Alles, was in Münster offensichtlich nicht gewollt oder schlecht unterzubringen ist, empfängt er mit offenen Armen. Erst das Agravis-Distributionszentrum, das mit einer großen Verkehrsbelastung einhergeht, eine Genossenschaft ist und ein riesengroßes Gewerbegrundstück in Beschlag genommen hat. Dann die Firma H. Gautzsch, deren Zentrallager ebenfalls ein riesengroßes Gewerbegrundstück (90. 000 qm) verschlingen wird. Große landwirtschaftlich genutzte Flächen gingen und gehen dadurch verloren, und jetzt beabsichtigen auch noch die Stadtwerke Münster, zig exorbitante Windkrafträder mit einer Höhe von 266 Metern im Landschaftsschutzgebiet von Nottuln, nahe und in Hauptwindrichtung von großflächigen Wohnbaugebieten, aufzustellen. Bei wem will sich Thönnes dadurch eigentlich beliebt machen - etwa bei der Bezirksregierung oder der Stadt Münster?

Verständlich bleibt sein Verhalten für die Nottulner Bürgerinnen und Bürger wahrhaftig nicht und schon gar nicht für diejenigen, die noch Gemeindedirektor Joseph Moehlen erleben durften. Der stand, wenn es sein musste, mit Münster oder auch Coesfeld auf "Kriegsfuß", wenn es um sein Nottuln ging. Nottuln und das Wohlergehen seiner Bürgerinnen und Bürger standen für ihn immer an erster Stelle, und das war gut so! Trotzdem hat er Nottuln prächtig erhalten und weiterentwickelt. Dabei lagen die Gemeindeschulden an unterster Stelle aller Gemeinden in ganz Nordrhein-Westfalen.
Das ist wahrhaftig nicht mehr so: Unter Bürgermeister Thönnes stieg allein im Jahr 2024 - trotz eklatanter Grundsteuererhöhung - die Pro-Kopf-Verschuldung um 700 auf 1.700 Euro. 2025 sorgte er für eine weitere, noch weitaus größere Grundsteuererhöhung. Trotzdem ist sein übertriebener Aktionismus ungebrochen, wie man fast täglich erfährt.

Flächenpotenzial zum Bau neuer Windräder im Stadtgebiet Münster keinesfalls ausgeschöpft
Noch viel unverständlicher wird das große Vorhaben der Stadtwerke Münster durch die Worte von Münsters Ex-Stadtbaurat Gerhard Joksch, der in einer Stellungnahme darauf hinweist, dass von den elf im Regionalplan ausgewiesenen Windenergiegebieten für das Stadtgebiet Münster zwei noch komplett frei seien. Laut Unterlagen seien dies die Zonen „Münster 7“ (Grenzgebiet zwischen Münster und Senden nahe der A43) und „Münster 8“ (Flächen nördlich von Amelsbüren und westlich von Hiltrup nahe der Eisenbahnlinie Münster-Dortmund).
Darüber hinaus sieht Joksch an vielen Stellen in Münster die Möglichkeit, bestehende Windräder perspektivisch durch größere Anlagen in der „heute üblichen 5-MW-Klasse“ zu ersetzen. Die sieben Windräder der Stadtwerke Münster im Stadtgebiet verfügen nach seinen Angaben über eine Leistungsfähigkeit, die zwischen zwei und 3,2 Megawatt liegt.

Ganz unabhängig von der juristischen Beurteilung: Wer das unter diesen Voraussetzungen zulässt, erweist der Gemeinde Nottuln und ihren Bürgerinnen und Bürgern einen Bärendienst mit immens negativen nachhaltigen Folgen für Sie!

Der Bürgermeister und alle Ratsmitglieder haben einen Amtseid abgelegt, der beinhaltet, dass sie ihre Aufgaben nach bestem Wissen und Gewissen wahrnehmen, das Grundgesetz, die Verfassung des Landes und alle übrigen Rechtsvorschriften beachten und ihre Pflichten zum Wohle der Gemeinde erfüllen. Es wird für die Ratsmitglieder nicht immer einfach sein, sich gegen Vorschläge des Bürgermeisters und seiner Verwaltung zu entscheiden, aber hier war und bleibt es dringend weiter erforderlich. 

Mit besten Grüßen

Ihre Redaktion
Karin und Jürgen Gerhard

 

 

 

Kultur

"Ausstellung in der Überwasserkirche Münster"

Unter der Überschrift "Das Böse wird nicht siegen" findet noch bis zum 21. Dezember 2025 in der Überwasserkirche eine Ausstellung statt. Sie ist täglich von 11 bis 19 Uhr geöffnet, samstags sogar bis 21 Uhr. Wie Sie auf den Bildern sehen können, herrscht wie jedes Jahr zum Cityadvent eine ganz besondere Atmosphäre in der Überwasserkirche. Sie regt dazu an, innezuhalten und über die eigene Haltung zur Welt, zu den Menschen, zur Natur und zum Glauben, nachzudenken.

Nehmen Sie diese Möglichkeit zum Cityadvent 2025 wahr und entdecken Sie die unterschiedlichen Installationen. Begeben Sie sich auf den Weg durch einen „Dornwald“ aus schwarzen Gerüststangen, der für eine Welt voller Konflikte, Umweltzerstörung und Ungerechtigkeit steht.
Erfreuen Sie sich an hinter stählernen Dornen installierten 1.000 weißen Papierrosen im Mittelschiff - Sinnbildern des Trostes und der Zuversicht.
In der Apsis strahlt eine große Sonnenscheibe, sie symbolisiert den brennenden Dornbusch aus der Bibel .....

Das Ziel der Ausstellung fasst der Veranstalter so zusammen: „Der Cityadvent 2025 stellt sich der dornigen Wirklichkeit, in der wir leben, will aber vor allem darauf verweisen, dass Advent heißt, auf Gott zu hoffen und zu vertrauen: Wir dürfen Weihnachten feiern, dass er in Jesus Christus gekommen ist und auch jetzt machtvoll wirkt: Und eben deshalb, wird das Böse nicht siegen.“

Übrigens, laut Veranstalter wird die Ausstellung jeden Freitag um 20 Uhr durch ein Konzert ergänzt. 
Wir wünschen Ihnen viel Freude und Momente des Innehaltens in einer wunderbaren Atmosphäre, etwas außerhalb der da draußen so unruhigen Welt.

Mit vorweihnachtlichen Grüßen

Ihre Redaktion
Karin und Jürgen Gerhard

Natur/Umwelt

Trauer und Freude liegen oft nah beieinander

Es war einmal ein schwarzes Schwanenpaar, das lebte glücklich und zufrieden in einer wunderschönen Landschaft im Münsterland. Sie war geprägt von grünen, saftigen Wiesen und umliegenden Wäldern. Mittendurch verlief ein Flüsschen, auf dem sie fast das ganze Jahr herumschwammen und die leckere Entengrütze verspeisten. Alle Menschen, die vorbeikamen, bewunderten das edle, sich äußerst zugetane Schwanenpaar und erfreuten sich seines Anblicks. 
Doch ihr großes Glück war leider nur von kurzer Dauer. Vollkommen unerwartet verendete einer der beiden.

Von nun an trauerte der allein zurückgebliebene Schwan und mit ihm alle Mitglieder des Angelvereins, die fast jede Woche das glückliche Paar zu Gesicht bekamen. Sie waren tief erschüttert über das Unglück und wollten dem trauernden Schwan helfen. Schnellstens einigten sie sich darauf, ihm einen neuen Partner zu besorgen. Das war aber einfacher gedacht als getan, denn sie kannten das Geschlecht des verstorbenen Schwans nicht: War es ein Männchen oder ein Weibchen? Schnell sammelten sie ein paar Federn von ihm ein und ließen sie untersuchen: Der Verstorbene war männlichen Geschlechts. 

Endlich konnte die Suche nach einem neuen Partner für die Trauerschwänin beginnen! Doch auch das gestaltete sich schwierig. In ganz Deutschland suchte man einige Monate vergeblich. Erst im Oktober 2024 wurde man in Sachsen-Anhalt fündig, und jetzt ging alles äußerst schnell! Mit dem Auto fuhr man nach Quedlinburg. Zum sicheren Transport brachte man den großen Schwan in einem ebenso großen Hundekäfig unter. Um den Reisestress zu reduzieren, wurde er mit einem Tuch zugedeckt. Nun konnte die für den Schwan doch ziemlich lange Reise in seine neue Heimat beginnen. 

Liebe auf den ersten Blick
Im neuen Zuhause angekommen, wurde der Käfig nahe seiner künftigen Gattin abgeladen und vorsichtig geöffnet. Der mächtige Schwan verhielt sich zögerlich, war hier doch alles furchtbar neu und ungewohnt. Als er jedoch seine hübsche Partnerin im Wasser schwimmend erblickte, war es mit seiner Zurückhaltung vorbei. Eilig spazierte er aus dem Käfig und gesellte sich zu ihr. Intensiv musterte er seine Braut und es entstand sofort der Eindruck: Das ist Liebe auf den ersten Blick!
Und wahrhaftig, es dauerte nicht lange, und die beiden vereinigten sich. Dann war die Schwänin für einige Zeit verschwunden, vermutlich brütete sie an einem sicheren Ort. Bereits Ende Oktober war die Überraschung perfekt: Vier silbergraue, flauschige Küken schwammen mit ihren Eltern auf dem Wasser. Einige Tage später konnte man sie bereits auf der Wiese grasen sehen, ein bezaubernder Anblick!

Nun wünschen sich alle Beteiligten, dass wenigstens die drei noch verbliebenen Küken den Winter überleben. Mit rund sechs bis acht Monaten werden sie flügge, aber das liegt noch in weiter Ferne. Ursprünglich kommen die Schwarzschwäne aus Australien, und dort ist der Winter viel milder als in Deutschland, die Tage sind meist sonnig.
Im Gespräch mit dem Angelverein erfuhr unsere Redaktion, dass sich seine MItglieder weiter um das Wohlergehen der Schwanenfamilie kümmern wollen. Auch wir werden dort so oft wie möglich vorbeischauen.

Hoffentlich hat Ihnen die Schwanengeschichte gefallen und Sie berührt, denn sie ist eine wahre Geschichte! Sie erklärt übrigens wieder einmal, warum die schwarzen Schwäne, abgesehen von der schwarzen Farbe, auch Trauerschwäne genannt werden. Den Wohnort der Schwanenfamilie verraten wir mit Rücksicht auf ihren Nachwuchs nicht, da sind wir uns mit dem Angelverein vollkommen einig. Die drei noch lebenden Küken sollen möglichst ungestört von ihren Eltern großgezogen werden können. Unsere Leser haben hierfür sicherlich Verständnis.

Damit Sie an diesem Erlebnis trotzdem teilhaben können, stellen wir Ihnen die Schwanengeschichte in Wort und 16 Bildern vor. Diese wurden übrigens aus gleichem Grund aus großer Entfernung mit einem Supertele-Objektiv aufgenommen. Dabei wurde darauf geachtet, dass die Örtlichkeiten nicht erkennbar und zuzuordnen sind.

Unten folgt eine Bildergalerie, deren Bilder Sie bildschirmgroß, wie in einer Diashow, betrachten können. Viel Freude beim Lesen und Schauen.

Mit besten Grüßen

Ihre Redaktion
Karin und Jürgen Gerhard

Gemeinde

NABU bestätigt Verstoß gegen das Bundesnaturschutz-Gesetz

Unsere Redaktion hatte den NABU NRW eingeschaltet, nachdem Bodo Dreier vom Büro des Landrates Coesfeld unserer Redaktion mitgeteilt hatte, dass sie kein Bußgeldverfahren gegen die Gemeinde Nottuln einleiten werden und eine kommunalaufsichtliche Weiterverfolgung nicht vorgesehen ist. Das finden wir skandalös, die Gemeinde Nottuln kann offensichtlich machen, was sie will, ohne Folgen für ihr fehlerhaftes Handeln befürchten zu müssen. Sie erhält dafür sozusagen auch noch einen Freibrief für die Zukunft.

Hier liegt aber eindeutig ein Verstoß gegen das Bundesnaturschutz-Gesetz vor, der die Einleitung eines Bußgeldverfahrens und auch die Festsetzung eines dem eklatanten Verstoßes angemessenen Bußgeldes unumgänglich macht.
Zudem hat die Gemeinde Nottuln ein vollkommen ungeeignetes maschinelles Gerät eingesetzt, mit dem ein schonender Heckenpflegeschnitt nach dem Bundesnaturschutzgesetz von vorneherein ausgeschlossen ist. Es handelt sich hier um einen sogenannten „Schlegelmulcher“, der eigentlich dafür da ist, schwere Vegetation zu verkleinern und der hier absolut zweckentfremdet eingesetzt wurde. Diese Auffassung teilt auch der NABU NRW. Insofern ist im Ordnungwidrigskeits-Verfahren auch der Vorsatz gegeben.
Das wird zusätzlich dadurch erhärtet, dass wir bereits mit E-Mail vom 24.7.2023 den Bürgermeister Dr. Thönnes persönlich auf eine geeignete Maschine für den Heckenpflegeschnitt mit folgendem Link hingewiesen haben: https://franzkasinger.at/wp-content/uploads/2018/08/Prospekt.pdf
Allerdings ohne jeden Erfolg, obwohl diese Heckenschneidemaschine mit den verschiedenen Ankopplungssystemen variabel eingesetzt werden und an alle Trägerfahrzeuge wie Teleskoplader, Hoftrac, Frontlader sowie weitere Systeme angebaut werden kann. Außerdem entlastet es seine Mitarbeiter bei der Durchführung von Heckenpflegeschnitten, die ansonsten mit motorgetriebenen Handheckenscheeren durchgeführt werden müssen.

Übrigens ist über einen Bußgeldbescheid hinaus, der nur den bereits begangenen Tatbestand ahndet, durch ordnungsrechtliche Maßnahmen (z. B. Ordungsverfügung mit Androhung von Zwangsgeld) sicherzustellen, dass sich dieser Tatbestand in Zukunft nicht wiederholt. Da dies alles vom Büro des Landrates Landrat Coesfeld und seiner Unteren Naturschutzbehörde abgelehnt wird, werden weitere Schritte durch unsere Redaktion eingeleitet werden müssen.

Das geschieht natürlich alles im Sinne des Naturschutzes, der uns eigentlich allen am Herzen liegen muss, insbesondere aber den Naturschutzbehörden, denn es ist ihre ureigenste Aufgabe, die Natur zu schützen! Das gilt in unserer Region für die Untere Naturschutzbehörde beim Landrat Coesfeld sowie die Höhere Naturschutzbehörde bei der Bezirksregierung Münster. 

Und wenn der Bürgermeister von Nottuln wiederholte Verstöße durch seine eigene Verwaltung gegen das Bundesnaturschutz-Gesetz duldet, dann muss er auch durch diese Behörden zur Rechenschaft gezogen werden, denn allein er hat als Chef der Nottulner Verwaltung die Möglichkeit, solche Verstöße zu verhindern. Gerade in einer Zeit, in der der Insekten- und Vogelbestand so massiv zurückgeht, darf so ein Verhalten auf keinen Fall geduldet werden.

In diesem Zusammenhang weisen wir auf folgende Artikel hin, die in Sachen Naturschutz ebenfalls die Gemeindeverwaltung Nottuln betreffen:

https://www.nottuln-blickpunkt.de/762-verstoss-gegen-das-bundesnaturschutz-gesetz-teil-1

https://www.nottuln-blickpunkt.de/775-verstoss-gegen-das-bundesnaturschutz-gesetz-teil-2

https://www.nottuln-blickpunkt.de/672-gilt-fuer-behoerden-das-bundesnaturschutzgesetz-nicht

https://www.nottuln-blickpunkt.de/767-zur-buergermeisterwahl-thema-gruenpflege-artenschutz-buerger-pflanzeninseln-beseitigt

Mit besten Grüßen

Ihre Redaktion
Karin und Jürgen Gerhard