Billerbeck hat gute Ideen und vor allem zwei hervorragende Kaffees
Billerbecker haben wirklich gute Ideen! Wir kamen selbst gerade vom Kaffeetrinken, denn Billerbeck hat gleich zwei ausgezeichnete Kaffees, Nottuln nicht mal mehr eines. Und trotzdem haben die Billerbecker in einem gemütlichen Eckchen auf dem Johannikirchplatz ein Plauderbänkchen aufgestellt.
Und das wird gerne angenommen, wie wir gestern feststellen konnten. Zwei „Plaudertaschen“ hatten sich darauf niedergelassen und ihre ersten Eindrücke ausgetauscht, die sie bei der Besichtigung des Billerbecker Stadtkerns gewonnen hatten. Die beiden freundlichen Damen kamen aus Neunkirchen (bei Köln) und waren von so vielen Sehenswürdigkeiten und netten Billerbeckern offensichtlich begeistert. Kaffee trinken waren sie übrigens auch schon, das gehört absolut dazu, wie sie uns versicherten.
Natürlich haben wir die beiden Damen auch in unser historisches Dorf nach Nottuln eingeladen, aber vorgeschlagen, es sich doch besser erst im Sommer anzusehen. Leider sieht der historische Teil, gerade jetzt zu Ostern, eher wie eine Baustelle aus. Das haben uns die beiden auch versprochen.
Vielleicht gibt es bis dahin auch schon wieder ein gemütliches Kaffee, denn das fehlt in Nottuln mehr als vieles andere! Eine breite Öffentlichkeit würde sich sicherlich sehr darüber freuen und eben auch die Touristen! Ein Kaffee, in dem man bei schlechtem Wetter drinnen und bei gutem Wetter draußen sitzen und eine gute Auswahl von Obstkuchen und Torten genießen kann, darf in so einem historisch wertvollen Städtchen kein Traum bleiben.
Übrigens: Wenn Sie mehr über das wunderschöne historische Nottuln erfahren möchten, dann schauen Sie doch einfach mal oben unter dem Button "Denkmalschutz" nach. Dort finden sie viele bebilderte Artikel wie beispielsweise https://www.nottuln-blickpunkt.de/461-denkmalschutz-im-historischen-ortskern-teil-3.
Unsere Redaktion wünscht allen Nottulnesen, aber auch allen Familien in den Nachbargemeinden Billerbeck, Havixbeck und Senden (alles sehr sehenswerte Orte) ein friedliches, erholsames Osterfest mit hoffentlich viel Sonnenschein. Einen hübschen Osterhasen haben wir auch für Sie eingestellt.
Ihre Redaktion
Karin und Jürgen Gerhard
Jugend muss an die Politik herangeführt werden
Das ist keine Frage, sondern eine Feststellung! Insofern wurde von Politikern und der Gemeinde fast alles richtig gemacht! Einige Wünsche der Jugendlichen wurden durch die Gemeinde bereits erfüllt, wie beispielsweise die Anschaffung eines Containers, in dem sie sich alleine und unbeaufsichtigt von den "lästigen" Erwachsenen entfalten können. Es waren allerdings Wünsche, die von der Gemeinde bei ihrer derzeit hohen Verschuldung noch finanzierbar waren.
Nun steht der Wunsch einer Gruppe Jugendlicher im Raum, eine Skateranlage zu bauen und zu finanzieren, die mit rund einer halben Million Euro zu Buche schlägt. Abzüglich der Förderung verbleibt nach Auskunft des Kämmerers Dominik Bomholt gegenüber unserer Redaktion, ein Eigenanteil von 279.000 Euro bei der Gemeinde Nottuln. Aufgrund der derzeit immensen Kostensteigerungen auf dem Bausektor ist es wohl realistisch, bis zum Baubeginn mit einer Verteuerung von mindestens 20 % der veranschlagten Kosten zu rechnen. Außerdem können in der Regel weitere, momentan nicht kalkulierbare Kosten anfallen. Das weiß ein Jeder, der ein Haus gebaut hat. Die derzeitige politische Weltlage lässt weitere Kostensteigerungen befürchten.
Wenn ich mich an meine Jugend zurückerinnere, so hatten wir auch so unsere Wünsche, diese waren aber kleiner dimensioniert. Damals war ich Mitglied im Leichtathletikverein und wir liefen unsere Kurzstrecken noch auf einer Aschenbahn. Um einigermaßen vernünftig starten zu können, wünschten wir uns ganz normale Startblöcke. Nach geraumer Zeit des Wartens bekamen wir sie dann auch, da wir bis dato ohne, oder aus selbst gegrabenen Startlöchern, starten mussten. Mit dem Fußball pölten wir übrigens auf Ascheplätzen, das bezeugen noch immer unsere Kniee, Gott sei Dank nur optisch.
Doch die Zeit bleibt nicht stehen. Wenn wir uns heute die sportliche und freizeitliche Infrastruktur in Nottuln anschauen, und das mitten im Ortskern, dann bleibt einem erst einmal die Luft weg: Kunstrasenplätze und Tartanbahnen, soweit das Auge reicht, und sogar ein Wellenfreibad. Allein 15 Sportarten können in Nottuln ausgeführt werden, in Schapdetten sogar das Bogenschießen. Wir haben das in unserem "Bildband Nottuln, ein starkes Stück Heimat" entsprechend gewürdigt. Da müsste man eigentlich wunschlos glücklich sein, aber ein Wunsch bleibt bekanntlich immer, und der heißt offensichtlich "Verwirklichung einer Skateranlage".
Doch diese muss erstens finanzierbar sein und zweitens muss die immissionsträchtige Anlage an einem Standort errichtet werden, an dem sie nicht dauernd zu berechtigten Nachbarbeschwerden führt. So einen Standort meinen wir, in unserer Nachbargemeinde Senden gefunden zu haben. Dort wurde in diesem Jahr der Bau einer modernen Skateranlage abgeschlossen. Wir haben sie als Beispiel ausgewählt, damit Sie nachvollziehen können, wie eine vernünftige Planung und Ausführung solch einer immissionsträchtigen Anlage mit Rücksichtnahme auf die Anlieger ausgeführt werden kann. Dabei hat man sich unseres Erachtens, so unser erster Eindruck, einen Standort mit vernünftigen Abständen zur Wohnbebauung gewählt, und zur Sicherheit trotzdem bauliche Schallschutz-Maßnahmen (Lärmschutzwälle mit zusätzlicher Erhöhung durch Palisadenwände) umgesetzt. Standortmäßig wurde hier wahrscheinlich alles richtig gemacht, siehe Bilder links.
Durch die Verfahrensweise bei der Planung und Ausführung der Anlage wird deutlich, dass sich die Gemeinde Senden den sonst zu erwartenden Ärger sowie berechtigte Nachbarbeschwerden und sicherlich auch langwierige, kostenträchtige Gerichtsprozesse ersparen möchte. Sie setzt offensichtlich mehr auf ein friedliches, konstruktives Miteinander mit ihren Bürgern und beteiligt sie rechtzeitig. In Nottuln hört man seitens der Verwaltung immer öfter den Hinweis auf das Verwaltungsgericht.
Bleibt die Frage der Finanzierbarkeit für diese Anlage. Doch diese hat sich in der vergleichbaren Nachbargemeinde Senden mit ebenfalls rund 20.000 Einwohnern wahrscheinlich erst gar nicht gestellt, bzw. konnte sie positiv beantwortet werden. Mit einer Pro-Kopf-Verschuldung in 2024 von gerade einmal 81 Euro ist sie natürlich keinesfalls vergleichbar mit Nottuln. Hier hat sich die Pro-Kopf-Verschuldung von 2020 bis 2025 vervierfacht und beträgt immerhin fast 2000 Euro, das ist rund das 25-fache von Senden.
Die Gemeinderatsmitglieder in Nottuln stehen gegenüber den Nottulner Bürgerinnen und Bürgern vor einer verantwortungsvollen Entscheidung, die sie demnächst, vielleicht schon am 28. April, treffen können. Doch Politik ist kein Wunschkonzert, sie muss sich im Rahmen des gesetzlich Zulässigen, Machbaren und Finanzierbaren bewegen, das müssen wir alle, auch unsere Jugendlichen, begreifen und akzeptieren.
Unsere Redaktion wird sich bis dahin mit der Lärm-Immissionsprognose und deren Vereinbarkeit mit der 18. BImschV am vorgeschlagenen Nottulner Standort auseinandersetzen. Unserem ersten Eindruck nach, scheint hier nicht alles plausibel zu sein. Vor allem macht uns der geringe Abstand zur naheliegenden Wohnbebauung Sorgen. Umweltämter empfehlen bei Skater-Neuanlagen grundsätzlich eine Entfernung von 160 Metern zu Allgemeinen Wohngebieten, um die gesetzlichen Lärm-Grenzwerte in vollem Umfang von vornherein einzuhalten. Die Gemeinde Nottuln sieht das offensichtlich anders und sieht bei wesentlich geringerem Abstand nicht einmal Lärmschutzwälle/-wände vor, die natürlich die Investitionskosten weiter in die Höhe treiben. Doch das alles bleibt einer endgültigen Prüfung und ggf. einer Rücksprache und Abklärung mit dem Ersteller der Immissionsprognose vorbehalten.
Wir haben bereits vor Jahren, aufgrund der Bitte einer Ratsfraktion, ein Lärmgutachten einer Plausibilitätsprüfung unterzogen. Damals ging es um die "alte" Sportanlage im Nottulner Ortskern und die Frage, ob sie aus immissionsrechtlichen Gesichtspunkten am jetzigen Standort verbleiben kann. Der Gutachter sagte Nein! Bei unserer Prüfung stellten wir aber fest, dass der Gutachter unter anderem vergessen hatte, den Altanlagenbonus mit einzubeziehen. Um es abzukürzen: Es hieß letztendlich, die Anlage kann jetzt doch bleiben. Später wurde noch eine Lärmschutzmauer errichtet, was natürlich sinnvoll ist. Denn selbst bei Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Lärmrichtwerte sind und bleiben die Lärmeinwirkungen von Sportanlagen am Wohnort für die Anlieger störend. Das gilt insbesondere für die impulshaltigen, kurzen Lärmspitzen, die typischerweise auch bei Skateranlagen auftreten. Auch das sollten die Ratsmitglieder in ihre Entscheidung einfließen lassen, auch wenn sie selbst nicht an einer solchen Anlage wohnen. Jahrzehntelange Erfahrungen diesseits mit den Nottulner Sportanlagen im Ortskern, sind ausreichend bekannt und sollten sich nicht wiederholen.
Was vornehmlich Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes - angesichts der akuten Bedrohung durch das Haushaltssicherungskonzept - dringend zur Kenntnis nehmen muss, ist, dass nur solche Vorschläge in den Gemeinderat eingebracht werden, die ohne weitere hohe Verschuldung der Gemeinde finanzierbar sind. Und das trotz Zuwendungen aus Förderungsprogrammen, die natürlich auch Senden für seine Skateranlage bekommen hat. Ausgerechnet unter seiner Führung der Amtsgeschäfte seit 2020 hat sich die desolate Haushaltslage in Nottuln ergeben, und das trotz seiner zweimaligen eklatanten Erhöhungen der Grundsteuer B für Eigenheimbesitzer in den letzten beiden Jahren.
Die anderen Baumbergegemeinden haben trotz wesentlich niedrigerer Grundsteuererhöhungen viel geringere Schulden, siehe hierzu auch unseren veröffentlichten Artikel https://www.nottuln-blickpunkt.de/768-zur-buergermeisterwahl-thema-finanzen-haushalt-hohe-pro-kopf-verschuldung.
Das Ergebnis unserer Plausibilitätsprüfung, dieses Mal einer Lärmimmissionsprognose, die übrigens erst vom 23.2.2026 stammt und um die wir wiederum gebeten wurden, wird vor dem Ratsbeschluss veröffentlicht. Abschließend möchten wir noch anmerken, dass unsere Redaktion in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Mobilität schon den Eindruck hatte, dass niemand den Jugendlichen von vorneherein etwas verwehren wollte, das wollen wir auch nicht. Doch sind die Ausschussmitglieder verpflichtet, nicht nach Sympathie zu entscheiden, sondern nach der Sachlage und den Fakten. Deshalb haben neben denen, die erst einmal zugestimmt haben, doch einige ihre erheblichen Bedenken aus Gründen der Finanzierung und des Immissionsschutzes angemeldet. Das ist richtig und bleibt aus Sicht der geschilderten Sachlage absolut verständlich und nachvollziehbar.
Mit besten Grüßen
Ihre Redaktion
Ein Statement für den Wolf, gegen die Wolfshysterie und seinen erleichterten Abschuss
In ganz Deutschland leben gerade einmal rund 1600 Wölfe, davon ganze 30 in Nordrhein-Westfalen (NRW). Im Gegensatz dazu, soll es nach Aussage der "Zeit" mittlerweile über 100 000 Jäger in NRW geben. Na dann, "Horrido".
Wir verurteilen die jetzige Entscheidung der CDU/CSU-, der SPD- und der AfD-Abgeordneten im Bundestag, den Wolf als bejagbare Tierart in das Bundesjagdgesetz aufzunehmen. Dadurch wird der bisherige Schutz des Wolfes aufgeweicht. Wölfe gelten nämlich nach dem Bundesnaturschutz-Gesetz als streng geschützte Art. Ein Abschuss ohne Ausnahme-Genehmigung ist eine Straftat und kann mit hohen Geldstrafen oder bis zu fünf Jahren Freiheitsentzug geahndet werden.
Folgende Gründe sprechen nach wie vor gegen einen Abschuss des Wolfes:
1. Die Verhältnismäßigkeit der Mittel ist nicht gegeben!
2. Der Wolf ist die Gesundheitspolizei des Waldes. Kranke und schwache Wildtiere dienen dem Wolf als Nahrung. Eine übermäßige Ausbreitung dieser Wildtiere wird so auf natürlichem Wege verhindert. Somit trägt der Wolf durch sein Jagdverhalten wesentlich zur Gesundheit und Stabilität der Wildpopulation bei.
3. Der Wolf spielt auch bei der Waldverjüngung eine entscheidende Rolle, und das allein durch seine Anwesenheit. Gerade Hirsche und Rehe meiden Waldflächen, in denen sich Wölfe aufhalten. Junge Bäume können hier ohne starken Verbiss groß werden.
4. Der Mensch sollte nicht die Rudelstruktur zerstören. Der Abschuss einzelner Tiere kann das soziale Gefüge zerrütten, das gilt insbesondere für den Leitwolf. Notgedrungen weichen dann unerfahrene, junge Wölfe auf leichtere Beute aus, wie beispielsweise Nutztiere. Das führt dann zu Problemen, die wir uns alle nicht wünschen, sondern vermeiden wollen.
5. Um den Riss von Nutztieren zu vermeiden, gibt es andere wirksame Einrichtungen zum Herdenschutz, wie bereits die Vergangenheit bewiesen hat. Dazu gehören wirksame Zäune und Hunde.
Bemerkenswert ist, dass es mal eine Zeit gab, in der Schäfer sagten: "Ich habe 1000 Tiere, davon sind 50 für die Bären und Wölfe in der Natur". Heute will niemand mehr etwas an die Natur abgeben, offensichtlich nicht mal dann, wenn ihm der wirtschaftliche Schaden vom Staat erstattet wird.
6. Wölfe sind übrigens von Natur aus scheu und meiden den Kontakt zum Menschen. Historisch bedingte und durch Schauergeschichten gewachsene Ängste spiegeln nicht die Wirklichkeit wider. Und wie bereits in meinem Gedicht gesagt: "Der Wolf hat Rotkäppchen nie gekannt!“
Hoffentlich findet die Legislative in NRW den richtigen juristischen Ansatz, das Jagdgesetz so zu verändern, dass der Abschuss eines Wolfes, wie bisher, die absolute, unumgängliche Ausnahme bleibt! Schließlich leben in NRW, wie bereits erwähnt, gerade einmal 30 Wölfe und das bei über 100 000 Jägern.
Bei so vielen Jägern wird wohl eher der Mensch, als der Wolf zum Problem.
Übrigens: Wertvolle Informationen und Aktuelles über den Wolf, einschließlich eines Meldeformulars über Wolfssichtungen, finden Sie beim Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen unter https://www.wolf.nrw/wolf/de/aktuelles, dem wir natürlich auch diesen Artikel übersandt haben.
Mit besten Grüßen
Ihre Redaktion
Jürgen und Karin Gerhard
Drei kleine, putzige Kerlchen schwimmen munter quietschend im Wasserbecken herum
Wer das kleine Riesenotterjunges betrachtet, kann sich kaum vorstellen, dass es ausgewachsen und im Verbund mit anderen Riesenottern, eine Anakonda und selbst ein Krokodil töten kann. Auf der Fotografie, die kürzlich im Allwetterzoo Münster entstand, sieht es noch sehr niedlich aus, als ob es kein Wässerchen trüben kann.
Beeindruckend sind aber schon seine großen „Pratzen“ mit den Schwimmhäuten, an denen sich mittlerweile kräftige Krallen entwickeln. Das kleine, putzige Kerlchen schwimmt mit zwei Geschwistern, munter quietschend und zwitschernd, im Wasserbecken herum. Ihnen dabei zuzuschauen, ist ein Spaß für die ganze Familie!
Alleine deswegen lohnt sich ein Besuch der riesengroßen Meranti-Tropenhalle im Allwetterzoo Münster, in der man und natürlich auch im Zoo selbst, noch weitaus mehr erleben kann.
Mit besten Grüßen
Ihre Redaktion
Karin und Jürgen Gerhard
Hundefreunde werden um besondere Rücksichtnahme gebeten.
Die natürlich gebildeten Teiche sind keine Hundebadewanne!
Nimmt doch die Mehrheit der Hundefreunde grundsätzlich Rücksicht auf die Tierwelt im Naturschutzgebiet Nonnenbachtal, so haben wir dort in den letzten Tagen genau das Gegenteil erfahren müssen, und das in der Schonzeit!
Wir sind wahrhaftig keine Spaßbremsen, aber wenn ein Rudel von rund 10 Hunden weit ab von Wegen munter und vollkommen unkontrolliert durch die Wiesen und Wälder des Nonnenbachtals rast und nicht einmal vor den Wasser- und Sumpfgebieten haltmacht, dann geht das entschieden zu weit. Es ist rücksichtslos, solche "Hundefreunde" machen den anderen das "Gedinge" kaputt. Das kann letztendlich dazu führen, dass in Zukunft jeder Hund im NSG angeleint werden muss, auch diejenigen, die gehorchen - Das wäre schade! (Rein juristisch betrachtet, gilt im NSG ohnehin die Leinenpflicht.)
Zugegebenermaßen kann es im Moment zwar ganz nett aussehen, wenn eine Hundemeute herumtollt und zeigt, welche Freude Hunde untereinander haben können und wie viel Leben in ihnen steckt - aber gelinde gesagt, tut es den übrigen schutzlosen Lebewesen im Naturschutzgebiet wahrlich nicht gut. Und damit meinen wir nicht die übernatürlich vielen Mäuse im Nonnenbachtal, sondern das Rehwild, die Hasen, die Fasane oder auch die Wasservögel und andere, die sich zurzeit dort niederlassen. Sie suchen momentan alle ein ruhiges, geschütztes Plätzchen für die Geburt und Aufzucht ihres Nachwuchses. Das muss respektiert werden! Gerade richtige Hundefreunde sind der Natur besonders zugewandt, so zumindest unser Eindruck.
Unsere Redaktion hat auch einen Hund, einen Jack-Russell-Terrier. Doch sein "Herrchen" ist kein Jäger, und wenn, dann nur mit der Fotokamera. Trastl (sein Spitzname), der ihn täglich durchs Nonnenbachtal begleitet, hat schon als kleiner Welpe gelernt, bei dem Kommando "Steh" an dem Ort zu verharren, wo er sich gerade befindet. Das funktioniert bis heute sehr gut, auch wenn sich Wildtiere wie Rehe oder Hasen in der Nähe zeigen.
Und nur so hat sein Herrchen die Möglichkeit, diese bildhübschen Wildtiere in Ruhe zu beobachten und sie auch eindrucksvoll abzulichten, wie die vielen Fotografien über Jahre in den "Westfälischen Nachrichten (WN)" und jetzt in unserer Online-Zeitung "Nottulner Blickpunkt (NB)" zeigen.
Fast alle Menschen empfinden bei Begegnungen mit diesen Tieren viel Freude und diejenigen, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, erfreuen sich an den bebilderten Artikeln im NB.
Unsere Redaktion will das erst einmal nicht weiter ausführen, bittet aber alle Hundefreunde abschließend noch einmal, dafür Sorge zu tragen, dass ihre Hunde nicht in die geschützten Gebiete eindringen. Und das schon gar nicht in der Schonzeit, in der die Wildtiere geboren oder ausgebrütet und aufgezogen werden.
Auch die Wasserfläche in der Wiese am Wasserwerk gehört zu den Schutzgebieten und ist wahrhaftig keine Hundebadewanne. Dort nisten momentan Wildgänse und Stockenten! Rehe werden hier in Kürze ihre Kitze setzen usw.
Übrigens: Eine Hundemeute gehört im Naturschutzgebiet an die Leine, sonst steckt ein Hund den anderen mit seinem Freiheits- und Rudeldrang sowie seinem Jagdtrieb an. Das kann ich als erfahrener Hundeausbilder, Übungsleiter und erfolgreicher Hundeführer im DVG und SV sagen.
Mit besten Grüßen
Ihre Redaktion
Karin und Jürgen Gerhard
Kröten und Bergmolche wandern zu ihren Laichplätzen
Die momentan steigenden Temperaturen sind der Anlass, dass sich die Kröten auf den Weg zu ihren Laichplätzen begeben. Heute Nacht entdeckten wir auf dem Ludgeruspättken die ersten Exemplare. Offensichtlich war der Mühlenteich ihr Ziel. In einem Abstand von einem halben bis zu einem Meter untereinander saßen sie ruhig auf dem Boden und waren ohne Taschenlampe kaum zu erkennen. Somit besteht die Gefahr, dass sie durch Fußgänger oder Radfahrer verletzt oder getötet werden können.
Kröten wandern oft mehrere Tage zu den bis zu mehreren Kilometern entfernten Laichplätzen, schließlich schaffen sie täglich nur rund einen halben Kilometer. Nachts halten sie sich oft auf dem durch Sonneneinstrahlung aufgewärmten Straßenasphalt auf, dort sind sie durch den Verkehr besonders gefährdet.
Alle Kröten scheiden übrigens aus den Drüsen ihrer warzigen Haut starke Bitterstoffe aus, die sie vor Hautparasiten, aber auch vor möglichen Fressfeinden wie Ringelnatter und Storch schützen. Haben Sie die Kröte mit bloßen Händen angefasst, sollten Sie danach auf keinen Fall ihre Augen oder ihren Mund berühren. Handschuhe sind beim Anfassen und Transportieren hilfreich. Diese Bitterstoffe sind bereits in den 3.000 bis 8.000 Eiern, die sie in Laichschnüren ins Gewässer abgeben und somit auch in den daraus entstehenden Kaulquappen eingelagert. Sie schützen sie vor ihren Fressfeinden, den Fischen.
Erstaunt waren wir über einige Bergmolche, die wohl ebenfalls dasselbe Ziel, den Mühlenteich hatten. Aufgrund ihrer dunkelgrauen Oberseite waren sie nur schlecht auf dem Boden zu erkennen. Auch sie bewegten sich kaum und sind der gleichen Gefahr ausgesetzt. Bergmolche sind übrigens sehr hübsch und filigran, ihre Unterseite ist bei den Männchen orangerot gefärbt.
Wir möchten Sie bitten, in den nächsten Tagen überall Acht auf Kröten, Bergmolche und alle anderen Lurcharten zu geben, damit sie unverletzt ihre Laichplätze, in denen sie auch geboren wurden, erreichen. Die Kröten- und Bergmolchwanderung dauert noch mindestens bis Ende März an, kann sich aber aufgrund der Witterungsbedingungen noch bis Mitte April hinziehen. Nach dem Ablaichen (Ende März/Anfang April) zieht sich die Kröte wieder auf das Festland zurück und besiedelt Offenland, Wälder und gerne auch Gärten.
Mit besten Grüßen
Ihre Redaktion
Karin und Jürgen Gerhard
Zwei Bilder sagen mehr als tausend Worte
Unsere Redaktion hat sich jahrelang bemüht, zu verhindern, dass die Eiben vor den drei Kurien auf dem Stiftsplatz abgeholzt werden. Noch am 15.2.2026 haben wir den Gemeinderat schriftlich gebeten, ihren alten Beschluss so abzuändern, dass bei gleichzeitiger Anlegung der Staudenbeete, die Eiben schonend zurückzuschneiden und zu erhalten sind. Wir haben daraufhin leider keine Reaktion vom Gemeinderat erhalten. Gestern, am 23.2.2026, wurden sie dann gnadenlos abgeholzt.
Wir verweisen noch einmal auf unseren letzten Artikel unter folgendem Link: https://www.nottuln-blickpunkt.de/798-krachende-niederlage-des-buergermeisters-mit-nachtrag-kompromiss.
Weitere Artikel hierzu finden Sie unter dem Button: "Gemeinde". In allen Artikeln haben wir mit Fakten auf die wertvollen, vielseitigen ökologischen Eigenschaften der Eiben hingewiesen. Auch ihre historische Bedeutung, im Zusammenhang mit den von Johann Conrad Schlaun geplanten und erstellten Gebäuden, haben wir dargestellt und nicht zuletzt mit entsprechenden Fotografien untermauert.
Besonders bemerkenswert fanden wir, dass, nachdem die Bezirksregierung Münster den Förderantrag auf finanzielle Mittel der Gemeinde Nottuln abgelehnt hatte, der gleiche Antrag von der KfW genehmigt wurde. Nachfragen blieben ergebnislos, die KfW lehnte Auskünfte an die Presse mit dem Hinweis auf ihr Bankgeheimnis ab. Näheres hierzu finden Sie ebenfalls in den bisher eingestellten Artikeln.
Es ist schon erstaunlich, wie heute mit den Bürgerinnen und Bürgern von der Gemeinde Nottuln umgegangen wird. Aber ihren Zweck erreicht sie offensichtlich doch: Ihre Handlungsweise hat mittlerweile eine abschreckende Wirkung! Verwunderlich ist nur, dass unsere Volksvertreter im Gemeinderat das mehrheitlich fast alles sanktionieren (gutheißen, zustimmen). Eine gravierende Folge dessen ist, dass sich die Menschen mit dem Argument: "Die da oben machen ja sowieso, was sie wollen" immer mehr hinter ihren Gartenzaun zurückziehen. Die Demokratie bleibt auf der Strecke und mit ihr das Volk, das ihre Volksvertreter brav wiederwählt. Dabei wundern sich diese doch tatsächlich, dass seit vielen Jahren die Wahlbeteiligung immer geringer wird.
Was hat sich doch Nottuln seit der Zeit, als noch Gemeindedirektor Joseph Moehlen hier so positiv wirkte, verändert! Eine alteingesessene Landwirtsfamilie sagte einmal zu uns gewandt: "Manchmal bauen ja auch andere Gemeinden Mist, aber Nottuln weiß immer noch eins oben drauf zu setzen."
Wie wahr, wie wahr das leider ist! Das sieht man im Vergleich zu den Nachbargemeinden allein an dem exorbitanten Schuldenzuwachs der Gemeinde Nottuln, der in den letzten beiden Jahren um fast das Doppelte gestiegen ist. Lag die Pro-Kopf-Verschuldung Ende 2023 noch bei 1000 €, so liegt sie jetzt schon bei 1900 €.
Aber es ist unser Geld, das Geld jeder einzelnen Bürgerin und jedes einzelnen Bürgers, das die Gemeinde ausgibt, und es ist auch unser aller Nottuln.
Mit besten Grüßen
Ihre Redaktion
Karin und Jürgen Gerhard
Schon zu Lebzeiten war Marietheres Wübken ein Denkmal
Am Donnerstag, dem 19. Febr. 2026, verstarb Marietheres Wübken im Krankenhaus, nachdem sie kurz zuvor dort eingeliefert worden war. Geboren am 8. Sept. 1923 wurde sie 102 Jahre alt, ein biblisches Alter. Und trotzdem, sie wird vielen Menschen in Nottuln und darüber hinaus auf ihrem täglichen Gang durch die Kreithecke oder auf dem Weg zum Gottesdienst in die Kirche St. Martinus fehlen: Hatte sie doch immer Zeit für einen kurzen oder auch längeren Plausch.
Wir haben viel miteinander gescherzt und gelacht. Als wir sie aufgrund der Corona-Pandemie einmal baten, gut auf sich aufzupassen, sagte sie zu uns gewandt: "Ich tue was ich kann, aber der da oben kann viel mehr!" Ihr feiner Humor und ihr Glaube an Gott waren feste, unumstößliche Bestandteile ihres Lebens.
Marietheres hat auf ihre angenehme, freundliche Art und Weise Nottuln und seine Menschen geprägt. Dafür danken wir ihr herzlichst und wünschen ihr auf ihrer letzten Reise ins himmlische Paradies alles Gute und Liebe. Mit ihrem festen Glauben an Gott wird sie dort oben bestimmt einen guten Platz bekommen. Und wer weiß, vielleicht gibt es dort oben ja auch eine Kreithecke, in der sie wieder ihre tägliche Runde drehen darf; mit der Natur war sie sehr verbunden.
Ihre Beisetzung findet am Freitag, dem 27. Februar, auf dem Nottulner Friedhof statt. Vorher, um 15.00 Uhr, wird in die Pfarrkirche St. Martinus Nottuln zum Requiem eingeladen.
P.S. Wer noch einmal auf den 100. Geburtstag von Marietheres Wübken zurückschauen möchte, der kann das gerne unter https://www.nottuln-blickpunkt.de/556-100-jahre-frau-marietheres-wuebken-und-weiter-geht-s tun.
Ihre Redaktion
Karin und Jürgen Gerhard
Der "Übeltäter" wurde endlich gesichtet ...
Schon seit Wochen treibt der große Kerl wieder sein "Unwesen" im Nonnenbachtal: Formidable Erdhügel zeugen davon! Oft und lange habe ich auf der Lauer gelegen. Doch erst heute Morgen hatte ich das große Glück, ihn zu erwischen, obwohl er versuchte, sich hinter einem großen Erdhügel zu verstecken. Es ist wahrhaftig ein Prachtkerl, ein Königsmaulwurf eben, allerdings mit seltsam großen Ohren. In der Fachliteratur war nichts über diese seltsame Gattung zu erfahren, so tief ich auch recherchierte.
Der Versuch, mit dem braunen Kerlchen mehr Tuchfühlung aufzunehmen, schlug fehl, blitzartig flüchtete er. Noch nie habe ich einen Maulwurf so schnell laufen sehen. Schon ein seltenes Exemplar, hat nicht nur lange Ohren, sondern auch noch lange Beine. Vielleicht handelt es sich ja um einen Neozoen beziehungsweise Neophyten.
Wir werden das quirlige Kerlchen im Auge behalten, schließlich sind Maulwürfe wahrhaftig keine Übeltäter oder treiben ihr Unwesen, sondern sind äußerst nützlich und unentbehrlich für das Ökosystem und den Artenschutz, denn:
Sie sind Bodenverbesserer, indem sie den Boden belüften und lockern, was das Pflanzenwachstum fördert.
Sie sind Schädlingsbekämpfer, denn ein Maulwurf frisst täglich etwa die Hälfte seines Körpergewichts, darunter Engerlinge (Larven von Maikäfern), Schnakenlarven, Schnecken und andere Schädlinge, die Pflanzenwurzeln angreifen.
Sie vertreiben Kleinsäuger, wie Wühlmäuse aus ihrem Revier.
Sie hinterlassen wertvolle Erde, denn der Aushub der Maulwurfshügel ist nährstoffreich und unkrautfrei. Diese Erde eignet sich gut als Pflanz- oder Anzuchterde (Darf aber aus einem Naturschutzgebiet nicht entnommen werden).
Und ganz wichtig: Sie fördern die Artenvielfalt, denn ihre unterirdischen Gänge bieten Schutz und Lebensraum für andere Tiere wie Wildbienen, Erdkröten und Regenwürmer.
Diese Pfundskerle sind also unentbehrlich für unser Ökosystem und die Artenvielfalt!
Da kann man nur hoffen, dass die Gemeinde Nottuln, als Eigentümer dieser Wiesen im Naturschutzgebiet Nonnenbachtal, dafür Sorge trägt, dass der Landwirt, der hier die Mahd vollzieht, nicht alles plattwalzt, das ist nicht zulässig!
Und das aus gutem Grunde, denn die Erdhügel sind überlebenswichtig für die geschützten Maulwürfe. Sie dienen dazu, Frischluft in das unterirdische Gangsystem zu leiten. Maulwürfe benötigen unbedingt den darin enthaltenen Sauerstoff. Werden die Löcher unter den Hügeln verschlossen, kann der Maulwurf ersticken.
Maulwürfe sind übrigens nach der Bundesartenschutzverordnung und dem Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt. Es ist verboten, die Tiere zu fangen, zu verletzen, zu töten oder ihre Nester und Lebensstätten (Gänge) zu beschädigen. Hügel sind Teil des Gangsystems und dienen, wie bereits angeführt, der Belüftung des Gangsystems. Das Zerstören der Hügel (Plattwalzen) wird als Beschädigung der Lebensstätte gewertet. Verstöße hiergegen werden als Ordnungswidrigkeit mit empfindlichen Bußgeldern geahndet, insbesondere dann, wenn der Verstoß in einem Naturschutzgebiet stattfindet.
Und wenn Sie als Naturfreundin oder Naturfreund im Naturschutzgebiet Nonnenbachtal spazieren gehen, dann halten Sie Ausschau: Vielleicht begegnen ja auch Sie diesem großartigen, quirligen Königsmaulwurf. Er ist schon bemerkenswert, denn er verschwindet nicht wie üblich über den Maulwurfshügel in sein unterirdisches Gangsystem, sondern gibt Hackengas und sucht das Weite. Und wenn Sie ganz genau hinschauen, werden Sie vielleicht auch erkennen, um wen es sich hier wirklich handelt, oder?
Mit besten Grüßen
Ihre Redaktion
Karin und Jürgen Gerhard

