Blickpunkt Nottuln
16.03.2026
Blickpunkt Nottuln

Drei kleine, putzige Kerlchen schwimmen munter quietschend im Wasserbecken herum

Wer das kleine Riesenotterjunges betrachtet, kann sich kaum vorstellen, dass es ausgewachsen und  im Verbund mit anderen Riesenottern, eine Anakonda und selbst ein Krokodil töten kann. Auf der Fotografie, die kürzlich im Allwetterzoo Münster entstand, sieht es noch sehr niedlich aus, als ob es kein Wässerchen trüben kann.  

Beeindruckend sind aber schon seine großen „Pratzen“ mit den  Schwimmhäuten, an denen sich mittlerweile kräftige Krallen entwickeln. Das kleine, putzige Kerlchen schwimmt mit zwei Geschwistern, munter quietschend  und zwitschernd, im Wasserbecken herum. Ihnen dabei zuzuschauen, ist ein Spaß für die ganze Familie!
Alleine deswegen lohnt sich ein Besuch der riesengroßen Meranti-Tropenhalle im Allwetterzoo Münster, in der man und natürlich auch im Zoo selbst, noch weitaus mehr erleben kann.

Mit besten Grüßen

Ihre Redaktion
Karin und Jürgen Gerhard

Schon zu Lebzeiten war Marietheres Wübken ein Denkmal

Am Donnerstag, dem 19. Febr. 2026, verstarb Marietheres Wübken im Krankenhaus, nachdem sie kurz zuvor dort eingeliefert worden war. Geboren am 8. Sept. 1923 wurde sie 102 Jahre alt, ein biblisches Alter. Und trotzdem, sie wird vielen Menschen in Nottuln und darüber hinaus auf ihrem täglichen Gang durch die Kreithecke oder auf dem Weg zum Gottesdienst in die Kirche St. Martinus fehlen: Hatte sie doch immer Zeit für einen kurzen oder auch längeren Plausch.
Wir haben viel miteinander gescherzt und gelacht. Als wir sie aufgrund der Corona-Pandemie einmal baten, gut auf sich aufzupassen, sagte sie zu uns gewandt: "Ich tue was ich kann, aber der da oben kann viel mehr!" Ihr feiner Humor und ihr Glaube an Gott waren feste, unumstößliche Bestandteile ihres Lebens.

Marietheres hat auf ihre angenehme, freundliche Art und Weise Nottuln und seine Menschen geprägt. Dafür danken wir ihr herzlichst und wünschen ihr auf ihrer letzten Reise ins himmlische Paradies alles Gute und Liebe. Mit ihrem festen Glauben an Gott wird sie dort oben bestimmt einen guten Platz bekommen. Und wer weiß, vielleicht gibt es dort oben ja auch eine Kreithecke, in der sie wieder ihre tägliche Runde drehen darf; mit der Natur war sie sehr verbunden.

Ihre Beisetzung findet am Freitag, dem 27. Februar, auf dem Nottulner Friedhof statt. Vorher, um 15.00 Uhr, wird in die Pfarrkirche St. Martinus Nottuln zum Requiem eingeladen.

P.S. Wer noch einmal auf den 100. Geburtstag von Marietheres Wübken zurückschauen möchte, der kann das gerne unter https://www.nottuln-blickpunkt.de/556-100-jahre-frau-marietheres-wuebken-und-weiter-geht-s tun.

Ihre Redaktion
Karin und Jürgen Gerhard

 

Stiller Ort hinter den Berkelauen von Billerbeck

Wir geben es zu: Momentan ist es nicht einfach, seinen Glauben und sein Vertrauen zu bewahren. Denn Machtmissbrauch, und das nicht nur weit weg in Amerika, Russland oder anderen Ländern, sondern selbst vor Ort, macht es einem nicht gerade leicht. Da verletzen verantwortliche Politiker und politische Beamte die Grundregeln der Demokratie und stellen sich anschließend noch als Unschuldsengel in den Medien dar. Doch damit nicht genug: Es wird Geld in einem Maße ausgegeben, obwohl es einem selbst nicht gehört oder man es gar nicht mehr hat. Hauptsache eine finanzielle Förderung für ein neues Projekt wird bewilligt, den "REST" wird man schon irgendwie aufbringen.

Siehe beispielsweise das Wohnprojekt für Azubis in Appelhülsen: Für die veranschlagte Baukostensumme von 1,1 Millionen Euro gab es 79 % Förderung, also rund 869.000 Euro. Doch kurz darauf war zu lesen, dass jetzt ein zusätzlicher Finanzierungsbedarf von 700.000 Euro zu leisten ist. Die Baukosten stiegen dadurch um zwei Drittel, wie in einem Leserbrief in der WN nachzulesen war. Einen privaten Bauherren würde das in den Bankrott treiben, in der Gemeinde Nottuln macht es bei 20.000 Einwohnern gerade mal 35 Euro pro Kopf aus. Bei einer Familie mit zwei Kindern sind es immerhin schon 140 Euro. Da ist ja noch reichlich Luft nach oben, oder?

Es ist schon erstaunlich, was in der Gemeindeverwaltung Nottuln für ein Aktionismus herrscht, ohne über den nötigen finanziellen Hintergrund zu verfügen. Bereits im Jahre 2024 stieg die Prokopfverschuldung gegenüber dem Vorjahr von 1000 auf 1700 Euro, und das trotz vorzeitiger, empfindlicher Grundsteuererhöhung, bevor die neue gesetzliche Steuerreform 2025 zugriff. Die Grundsteuersätze wurden daraufhin noch einmal von der Gemeinde Nottuln eklatant erhöht. Zum Vergleich: Die Prokopfverschuldung in 2024 stieg in Senden um 31 Euro auf 82 Euro und in Billerbeck um 31 Euro auf 262 Euro gegenüber dem Vorjahr, und das bei wesentlich moderater Grundsteuererhöhung! (siehe auch Artikel unter: https://dev.nottuln-blickpunkt.de/768-zur-buergermeisterwahl-thema-finanzen-haushalt-hohe-pro-kopf-verschuldung.

Jetzt soll auch noch die eigene Heimat, der bedeutende historische Ortskern Nottuln, zugebaut werden. Selbst der letzte freie Platz im Ortskern vor der Alten Amtmannei soll unwiederbringlich verschwinden. Andererseits sollen ein paar Blümchen und Gräser vor den Nonnenbach mit den dahinter liegenden Kurien gepflanzt werden, um das Klima im Ortskern bei sommerlicher Hitze zu verbessern (dafür sollen auch noch ökologisch wertvolle, 50 Jahre alte, schattenwerfende Eiben abgesäbelt werden).
Was für ein Widerspruch, was für ein widersinniges, geplantes Handeln. Gerade im Ortskern muss die Luft, der Wind frei zirkulieren können, um seinen Abkühleffekt zu entfalten. Dafür sind die äußerst wenigen freien Plätze im Ortskern und die vorhandenen freien Sichtachsen zwischen den historischen Gebäuden unverzichtbar. Insbesondere der Platz vor der Alten Amtmannei im Ortskern und der in Hauptwindrichtung liegende Rhodepark am Rande des Ortskerns sind die wichtigsten Grundstücke, die frei bleiben müssen.
Offensichtlich will hier jemand die wunderbaren nachhaltigen Spuren des erfolgreichen Vorgängers, Gemeindedirektor Josepf Möhlen, verwischen, um sich ein eigenes Denkmal zu setzen.

Da ist es für verantwortliche Menschen gut und wichtig, Orte zu finden, an denen man zumindest für eine gewisse Zeit wieder zur Ruhe kommt, Kraft tanken und Abstand gewinnen kann. Möllerings Hügel hinter den Berkelauen von Billerbeck ist so ein Ort. Unter den Baumkronen mit Blick auf den Dom, ist es möglich, die Gedanken für eine Zeit lang in eine andere Richtung zu lenken. Ursprünglich standen hier zwei verwitterte Riesen, eine ca. 200 Jahre alte Gemeine Esche und ein ca. 200 Jahre alter Bergahorn, sie bildeten eine gemeinsame Krone. Gepeitscht von Sturm und Regen, hoch oben auf dem Hügel, wuchsen sie nur langsam und haben so manchen Ast verloren. Selbst der Blitz schlug öfters in ihre Krone ein.
Trotzdem, wie der Arm Gottes, legte sich der untere Ast des Bergahorns schützend über das Kreuz.

Das ursprüngliche Kreuz, damals noch mit Korpus, wurde bereits vor rund 400 Jahren auf dem Hügel aufgestellt. An vier Ecken um das Kreuz herum pflanzte man insgesamt vier Bäume. Aller Wahrscheinlichkeit wurden sie rund 200 Jahre später ersetzt. Grund für die Pflanzung war, dass das Vieh des Landwirts auf dem Hügel immer wieder vom Blitz getroffen wurde. Seitdem schlagen die Blitze in die Baumkronen ein, das letzte Mal vor ein paar Jahren. So bewirken noch heute einer der verbliebenen alten Riesen sowie drei neu gepflanzte Bäume, dass die unter ihnen weidenden Tiere nicht durch Blitze erschlagen werden.
Auf dem vor einiger Zeit erneuerten Fundament des Kreuzes findet sich folgende Inschrift von Adolph Kolping„Ohne Glauben und Vertrauen hält die Welt nicht zusammen“.

Alles in allem ein magischer, ruhiger Ort, an dem man gerne verweilt. Da kann man nur hoffen, dass hier alles so bleibt und nicht jemand auf die verrückte Idee kommt, auch hier ein Windkraftwerk zu errichten. Schließlich reicht aufgrund der erhöhten hügeligen Lage eine weitaus geringere Höhe des Windkraftwerkes aus, um entsprechend Strom zu produzieren, als bei gleicher Höhe im Flachland.
Doch Gott sei Dank befindet sich Möllerings Hügel in Billerbeck und nicht in Nottuln. Dort muss endlich etwas Gravierendes, Bedeutsames, Entscheidendes geschehen, will man der Demokratie in Zukunft eine Chance geben und Glauben und Vertrauen der Menschen in Nottuln zurückgewinnen.

Mit besten Grüßen

Ihre Redaktion
Karin und Jürgen Gerhard

"Ausstellung in der Überwasserkirche Münster"

Unter der Überschrift "Das Böse wird nicht siegen" findet noch bis zum 21. Dezember 2025 in der Überwasserkirche eine Ausstellung statt. Sie ist täglich von 11 bis 19 Uhr geöffnet, samstags sogar bis 21 Uhr. Wie Sie auf den Bildern sehen können, herrscht wie jedes Jahr zum Cityadvent eine ganz besondere Atmosphäre in der Überwasserkirche. Sie regt dazu an, innezuhalten und über die eigene Haltung zur Welt, zu den Menschen, zur Natur und zum Glauben, nachzudenken.

Nehmen Sie diese Möglichkeit zum Cityadvent 2025 wahr und entdecken Sie die unterschiedlichen Installationen. Begeben Sie sich auf den Weg durch einen „Dornwald“ aus schwarzen Gerüststangen, der für eine Welt voller Konflikte, Umweltzerstörung und Ungerechtigkeit steht.
Erfreuen Sie sich an hinter stählernen Dornen installierten 1.000 weißen Papierrosen im Mittelschiff - Sinnbildern des Trostes und der Zuversicht.
In der Apsis strahlt eine große Sonnenscheibe, sie symbolisiert den brennenden Dornbusch aus der Bibel .....

Das Ziel der Ausstellung fasst der Veranstalter so zusammen: „Der Cityadvent 2025 stellt sich der dornigen Wirklichkeit, in der wir leben, will aber vor allem darauf verweisen, dass Advent heißt, auf Gott zu hoffen und zu vertrauen: Wir dürfen Weihnachten feiern, dass er in Jesus Christus gekommen ist und auch jetzt machtvoll wirkt: Und eben deshalb, wird das Böse nicht siegen.“

Übrigens, laut Veranstalter wird die Ausstellung jeden Freitag um 20 Uhr durch ein Konzert ergänzt. 
Wir wünschen Ihnen viel Freude und Momente des Innehaltens in einer wunderbaren Atmosphäre, etwas außerhalb der da draußen so unruhigen Welt.

Mit vorweihnachtlichen Grüßen

Ihre Redaktion
Karin und Jürgen Gerhard

Interessanter Vortrag von Hans-Peter Boer

Der Heimatforscher Hans-Peter Boer und früherer Kulturdezernent bei der Bezirksregierung Münster hat wieder einen bemerkenswerten Vortrag über die Geschichte des Baumberge-Vereins und des Longinusturms gehalten, der jetzt im Netz steht.

Sie können ihn sich gerne ansehen und anhören unter dem Link: https://www.youtube.com/watch?v=4bA9B2LQK50

Wir wünschen Ihnen dabei viel Freude und eine besinnliche Zeit.

Mit besten Grüßen

Ihre Redaktion
Karin und Jürgen Gerhard

Mensch, wo bist du?

Skulpturenausstellung des Künstlers Aron Demetz in Münster

Mensch, wo bist du? Die Frage ist berechtigt, denn der Mensch muss sich gerade in der heutigen Zeit noch viel konkreter fragen: Mensch, was hast du aus dir und deiner Umwelt gemacht? Gefährdest du mit deinem täglichen Handeln und deiner Gier nach ständigem Wachstum und immer mehr Konsum nicht selbst deine weitere Existenz? Diese Fragen drängen sich mir auf, wenn ich die teilweise sehr filigranen, fragilen Skulpturen aus der Nähe betrachte, die größtenteils aus Holz sind.
Das überdimensionierte Herz in der Vierung der Überwasser-Kirche passt gut in diese Ausstellung, denn es zeigt mir, dass das Herz der Welt noch kräftig pocht, doch wie lange noch?

Die Ausstellung hat mich stark bewegt und fasziniert, ich werde wiederkommen und noch mehr Zeit mitbringen. Als ich die Überwasser-Kirche verließ, empfing mich draußen die klare Münsterländer Luft. Nach ein paar Schritten drehte ich mich noch einmal um und mir fiel das filigrane Fenster über dem Eingangstor der Kirche auf, es leuchtete im dunklen lila. Im Volksmund wird Lila oft als die "Farbe des letzten Versuchs" bezeichnet. Früher war sie eine schwer herzustellende Farbe und durfte nur von Königen, Herrschern und dem Klerus getragen werden.
Bei meinem anschließenden Gang durch Münsters Altstadt mit den prall gefüllten Schaufenstern beantwortet sich ein Teil meiner Fragen wie von selbst. Menschen mit dick gefüllten Tragetaschen hasteten an mir vorbei und liefen im Konsumrausch von einem Geschäft ins andere - es ist wieder Weihnachtszeit.

Wir empfehlen Ihnen, sich die sehens- und bemerkenswerten Skulpturen des Künstlers Aron Demetz in der ruhigen Atmosphäre der Überwasser-Kirche und auch an den anderen Ausstellungsorten anzuschauen, zu bewundern. Und nehmen Sie jemand mit, mit dem Sie diese Faszination teilen können, den geteilte Freude ist doppelte Freude.
Es ist Ihnen auch erlaubt, sich Ihren eigenen Empfindungen und der Frage zu stellen: Mensch, wo bist du? Wo stehst du im Reigen von über acht Milliarden Menschen auf dieser Welt? Gehörst du zu denen, die sich komfortabel zurücklehnen nach dem Motto "Es ist noch immer gut gegangen" beziehungsweise "Die da oben machen sowieso, was sie wollen?
Oder gehörst du zu denen, die sich längst auf den Weg gemacht haben, etwas zu verändern, zu verbessern? Wo auch immer, sei es in der Natur, im Klimaschutz, in der Umwelt überhaupt oder für den Frieden auf dieser Welt - wobei doch alles irgendwie zusammenhängt.

Der künstlerische Leiter Rupert König hat es wieder einmal geschafft, im Rahmen des ökumenischen Cityadvents, der bereits seit 20 Jahren stattfindet, den Menschen aus dem Münsterland und darüber hinaus eine äußerst sehenswerte Ausstellung zu präsentieren und an den richtigen Orten einen würdigen Rahmen zu geben. Die Skulpturen von Aron Demetz in den Kirchen von Münster sind nicht nur äußerst schön anzuschauen, sondern sie machen auch etwas mit den Menschen, sie faszinieren und bewegen zugleich und regen sie zum Nachdenken an.
Die Ausstellung ist noch geöffnet bis zum 22. Dezember 2024 zu folgenden Zeiten:

Mo bis Fr von 11 bis 19 Uhr
Samstag von 11 bis 21 Uhr
Sonntag von 13 bis 19 Uhr

Weitere Skulpturen des Südtiroler Künstlers Aron Demetz finden Sie in der Stadt- und Marktkirche St. Lamberti und im Kirchenfoyer, im St.-Paulus-Dom, in der Apostelkirche sowie am Zentralfriedhof.
Unsere Redaktion hat insbesondere für die Menschen, die aus bestimmten Gründen, zum Beispiel gesundheitlichen, diese wunderbare Ausstellung nicht aufsuchen können, weitere Bilder in die nachfolgende Bildergalerie eingestellt. Wir haben versucht, auch die vorhandene Stimmung, die besonders in den Abendstunden bei Dunkelheit zu verspüren war, einzufangen. Die Fotografien wurden in den vergangenen Tagen gemacht und mit Genehmigung des Künstlers Aron Demetz in unsere Onlinezeitung eingestellt - ein herzliches Dankeschön an ihn!

Wir wünschen Ihnen viel Freude und eine besinnliche Zeit beim Betrachten dieser Bilder und legen Ihnen zum Schluss noch einmal nahe, diese wunderbare Ausstellung, wenn es irgendwie geht, zu besuchen. Über 70. 000 Menschen haben es bereits getan.

Mit besten Grüßen und bleiben oder werden Sie gesund
Ihre Redaktion
Karin und Jürgen Gerhard

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