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Schon zu Lebzeiten war Marietheres Wübken ein Denkmal
Am Donnerstag, dem 19. Febr. 2026, verstarb Marietheres Wübken im Krankenhaus, nachdem sie kurz zuvor dort eingeliefert worden war. Geboren am 8. Sept. 1923 wurde sie 102 Jahre alt, ein biblisches Alter. Und trotzdem, sie wird vielen Menschen in Nottuln und darüber hinaus auf ihrem täglichen Gang durch die Kreithecke oder auf dem Weg zum Gottesdienst in die Kirche St. Martinus fehlen: Hatte sie doch immer Zeit für einen kurzen oder auch längeren Plausch.
Wir haben viel miteinander gescherzt und gelacht. Als wir sie aufgrund der Corona-Pandemie einmal baten, gut auf sich aufzupassen, sagte sie zu uns gewandt: "Ich tue was ich kann, aber der da oben kann viel mehr!" Ihr feiner Humor und ihr Glaube an Gott waren feste, unumstößliche Bestandteile ihres Lebens.
Marietheres hat auf ihre angenehme, freundliche Art und Weise Nottuln und seine Menschen geprägt. Dafür danken wir ihr herzlichst und wünschen ihr auf ihrer letzten Reise ins himmlische Paradies alles Gute und Liebe. Mit ihrem festen Glauben an Gott wird sie dort oben bestimmt einen guten Platz bekommen. Und wer weiß, vielleicht gibt es dort oben ja auch eine Kreithecke, in der sie wieder ihre tägliche Runde drehen darf; mit der Natur war sie sehr verbunden.
Ihre Beisetzung findet am Freitag, dem 27. Februar, auf dem Nottulner Friedhof statt. Vorher, um 15.00 Uhr, wird in die Pfarrkirche St. Martinus Nottuln zum Requiem eingeladen.
P.S. Wer noch einmal auf den 100. Geburtstag von Marietheres Wübken zurückschauen möchte, der kann das gerne unter https://www.nottuln-blickpunkt.de/556-100-jahre-frau-marietheres-wuebken-und-weiter-geht-s tun.
Ihre Redaktion
Karin und Jürgen Gerhard
Stiller Ort hinter den Berkelauen von Billerbeck
Wir geben es zu: Momentan ist es nicht einfach, seinen Glauben und sein Vertrauen zu bewahren. Denn Machtmissbrauch, und das nicht nur weit weg in Amerika, Russland oder anderen Ländern, sondern selbst vor Ort, macht es einem nicht gerade leicht. Da verletzen verantwortliche Politiker und politische Beamte die Grundregeln der Demokratie und stellen sich anschließend noch als Unschuldsengel in den Medien dar. Doch damit nicht genug: Es wird Geld in einem Maße ausgegeben, obwohl es einem selbst nicht gehört oder man es gar nicht mehr hat. Hauptsache eine finanzielle Förderung für ein neues Projekt wird bewilligt, den "REST" wird man schon irgendwie aufbringen.
Siehe beispielsweise das Wohnprojekt für Azubis in Appelhülsen: Für die veranschlagte Baukostensumme von 1,1 Millionen Euro gab es 79 % Förderung, also rund 869.000 Euro. Doch kurz darauf war zu lesen, dass jetzt ein zusätzlicher Finanzierungsbedarf von 700.000 Euro zu leisten ist. Die Baukosten stiegen dadurch um zwei Drittel, wie in einem Leserbrief in der WN nachzulesen war. Einen privaten Bauherren würde das in den Bankrott treiben, in der Gemeinde Nottuln macht es bei 20.000 Einwohnern gerade mal 35 Euro pro Kopf aus. Bei einer Familie mit zwei Kindern sind es immerhin schon 140 Euro. Da ist ja noch reichlich Luft nach oben, oder?
Es ist schon erstaunlich, was in der Gemeindeverwaltung Nottuln für ein Aktionismus herrscht, ohne über den nötigen finanziellen Hintergrund zu verfügen. Bereits im Jahre 2024 stieg die Prokopfverschuldung gegenüber dem Vorjahr von 1000 auf 1700 Euro, und das trotz vorzeitiger, empfindlicher Grundsteuererhöhung, bevor die neue gesetzliche Steuerreform 2025 zugriff. Die Grundsteuersätze wurden daraufhin noch einmal von der Gemeinde Nottuln eklatant erhöht. Zum Vergleich: Die Prokopfverschuldung in 2024 stieg in Senden um 31 Euro auf 82 Euro und in Billerbeck um 31 Euro auf 262 Euro gegenüber dem Vorjahr, und das bei wesentlich moderater Grundsteuererhöhung! (siehe auch Artikel unter: https://dev.nottuln-blickpunkt.de/768-zur-buergermeisterwahl-thema-finanzen-haushalt-hohe-pro-kopf-verschuldung.
Jetzt soll auch noch die eigene Heimat, der bedeutende historische Ortskern Nottuln, zugebaut werden. Selbst der letzte freie Platz im Ortskern vor der Alten Amtmannei soll unwiederbringlich verschwinden. Andererseits sollen ein paar Blümchen und Gräser vor den Nonnenbach mit den dahinter liegenden Kurien gepflanzt werden, um das Klima im Ortskern bei sommerlicher Hitze zu verbessern (dafür sollen auch noch ökologisch wertvolle, 50 Jahre alte, schattenwerfende Eiben abgesäbelt werden).
Was für ein Widerspruch, was für ein widersinniges, geplantes Handeln. Gerade im Ortskern muss die Luft, der Wind frei zirkulieren können, um seinen Abkühleffekt zu entfalten. Dafür sind die äußerst wenigen freien Plätze im Ortskern und die vorhandenen freien Sichtachsen zwischen den historischen Gebäuden unverzichtbar. Insbesondere der Platz vor der Alten Amtmannei im Ortskern und der in Hauptwindrichtung liegende Rhodepark am Rande des Ortskerns sind die wichtigsten Grundstücke, die frei bleiben müssen.
Offensichtlich will hier jemand die wunderbaren nachhaltigen Spuren des erfolgreichen Vorgängers, Gemeindedirektor Josepf Möhlen, verwischen, um sich ein eigenes Denkmal zu setzen.
Da ist es für verantwortliche Menschen gut und wichtig, Orte zu finden, an denen man zumindest für eine gewisse Zeit wieder zur Ruhe kommt, Kraft tanken und Abstand gewinnen kann. Möllerings Hügel hinter den Berkelauen von Billerbeck ist so ein Ort. Unter den Baumkronen mit Blick auf den Dom, ist es möglich, die Gedanken für eine Zeit lang in eine andere Richtung zu lenken. Ursprünglich standen hier zwei verwitterte Riesen, eine ca. 200 Jahre alte Gemeine Esche und ein ca. 200 Jahre alter Bergahorn, sie bildeten eine gemeinsame Krone. Gepeitscht von Sturm und Regen, hoch oben auf dem Hügel, wuchsen sie nur langsam und haben so manchen Ast verloren. Selbst der Blitz schlug öfters in ihre Krone ein.
Trotzdem, wie der Arm Gottes, legte sich der untere Ast des Bergahorns schützend über das Kreuz.
Das ursprüngliche Kreuz, damals noch mit Korpus, wurde bereits vor rund 400 Jahren auf dem Hügel aufgestellt. An vier Ecken um das Kreuz herum pflanzte man insgesamt vier Bäume. Aller Wahrscheinlichkeit wurden sie rund 200 Jahre später ersetzt. Grund für die Pflanzung war, dass das Vieh des Landwirts auf dem Hügel immer wieder vom Blitz getroffen wurde. Seitdem schlagen die Blitze in die Baumkronen ein, das letzte Mal vor ein paar Jahren. So bewirken noch heute einer der verbliebenen alten Riesen sowie drei neu gepflanzte Bäume, dass die unter ihnen weidenden Tiere nicht durch Blitze erschlagen werden.
Auf dem vor einiger Zeit erneuerten Fundament des Kreuzes findet sich folgende Inschrift von Adolph Kolping: „Ohne Glauben und Vertrauen hält die Welt nicht zusammen“.
Alles in allem ein magischer, ruhiger Ort, an dem man gerne verweilt. Da kann man nur hoffen, dass hier alles so bleibt und nicht jemand auf die verrückte Idee kommt, auch hier ein Windkraftwerk zu errichten. Schließlich reicht aufgrund der erhöhten hügeligen Lage eine weitaus geringere Höhe des Windkraftwerkes aus, um entsprechend Strom zu produzieren, als bei gleicher Höhe im Flachland.
Doch Gott sei Dank befindet sich Möllerings Hügel in Billerbeck und nicht in Nottuln. Dort muss endlich etwas Gravierendes, Bedeutsames, Entscheidendes geschehen, will man der Demokratie in Zukunft eine Chance geben und Glauben und Vertrauen der Menschen in Nottuln zurückgewinnen.
Mit besten Grüßen
Ihre Redaktion
Karin und Jürgen Gerhard
"Ausstellung in der Überwasserkirche Münster"
Unter der Überschrift "Das Böse wird nicht siegen" findet noch bis zum 21. Dezember 2025 in der Überwasserkirche eine Ausstellung statt. Sie ist täglich von 11 bis 19 Uhr geöffnet, samstags sogar bis 21 Uhr. Wie Sie auf den Bildern sehen können, herrscht wie jedes Jahr zum Cityadvent eine ganz besondere Atmosphäre in der Überwasserkirche. Sie regt dazu an, innezuhalten und über die eigene Haltung zur Welt, zu den Menschen, zur Natur und zum Glauben, nachzudenken.
Nehmen Sie diese Möglichkeit zum Cityadvent 2025 wahr und entdecken Sie die unterschiedlichen Installationen. Begeben Sie sich auf den Weg durch einen „Dornwald“ aus schwarzen Gerüststangen, der für eine Welt voller Konflikte, Umweltzerstörung und Ungerechtigkeit steht.
Erfreuen Sie sich an hinter stählernen Dornen installierten 1.000 weißen Papierrosen im Mittelschiff - Sinnbildern des Trostes und der Zuversicht.
In der Apsis strahlt eine große Sonnenscheibe, sie symbolisiert den brennenden Dornbusch aus der Bibel .....
Das Ziel der Ausstellung fasst der Veranstalter so zusammen: „Der Cityadvent 2025 stellt sich der dornigen Wirklichkeit, in der wir leben, will aber vor allem darauf verweisen, dass Advent heißt, auf Gott zu hoffen und zu vertrauen: Wir dürfen Weihnachten feiern, dass er in Jesus Christus gekommen ist und auch jetzt machtvoll wirkt: Und eben deshalb, wird das Böse nicht siegen.“
Übrigens, laut Veranstalter wird die Ausstellung jeden Freitag um 20 Uhr durch ein Konzert ergänzt.
Wir wünschen Ihnen viel Freude und Momente des Innehaltens in einer wunderbaren Atmosphäre, etwas außerhalb der da draußen so unruhigen Welt.
Mit vorweihnachtlichen Grüßen
Ihre Redaktion
Karin und Jürgen Gerhard
Interessanter Vortrag von Hans-Peter Boer
Der Heimatforscher Hans-Peter Boer und früherer Kulturdezernent bei der Bezirksregierung Münster hat wieder einen bemerkenswerten Vortrag über die Geschichte des Baumberge-Vereins und des Longinusturms gehalten, der jetzt im Netz steht.
Sie können ihn sich gerne ansehen und anhören unter dem Link: https://www.youtube.com/watch?v=4bA9B2LQK50
Wir wünschen Ihnen dabei viel Freude und eine besinnliche Zeit.
Mit besten Grüßen
Ihre Redaktion
Karin und Jürgen Gerhard
Skulpturenausstellung des Künstlers Aron Demetz in Münster
Mensch, wo bist du? Die Frage ist berechtigt, denn der Mensch muss sich gerade in der heutigen Zeit noch viel konkreter fragen: Mensch, was hast du aus dir und deiner Umwelt gemacht? Gefährdest du mit deinem täglichen Handeln und deiner Gier nach ständigem Wachstum und immer mehr Konsum nicht selbst deine weitere Existenz? Diese Fragen drängen sich mir auf, wenn ich die teilweise sehr filigranen, fragilen Skulpturen aus der Nähe betrachte, die größtenteils aus Holz sind.
Das überdimensionierte Herz in der Vierung der Überwasser-Kirche passt gut in diese Ausstellung, denn es zeigt mir, dass das Herz der Welt noch kräftig pocht, doch wie lange noch?
Die Ausstellung hat mich stark bewegt und fasziniert, ich werde wiederkommen und noch mehr Zeit mitbringen. Als ich die Überwasser-Kirche verließ, empfing mich draußen die klare Münsterländer Luft. Nach ein paar Schritten drehte ich mich noch einmal um und mir fiel das filigrane Fenster über dem Eingangstor der Kirche auf, es leuchtete im dunklen lila. Im Volksmund wird Lila oft als die "Farbe des letzten Versuchs" bezeichnet. Früher war sie eine schwer herzustellende Farbe und durfte nur von Königen, Herrschern und dem Klerus getragen werden.
Bei meinem anschließenden Gang durch Münsters Altstadt mit den prall gefüllten Schaufenstern beantwortet sich ein Teil meiner Fragen wie von selbst. Menschen mit dick gefüllten Tragetaschen hasteten an mir vorbei und liefen im Konsumrausch von einem Geschäft ins andere - es ist wieder Weihnachtszeit.
Wir empfehlen Ihnen, sich die sehens- und bemerkenswerten Skulpturen des Künstlers Aron Demetz in der ruhigen Atmosphäre der Überwasser-Kirche und auch an den anderen Ausstellungsorten anzuschauen, zu bewundern. Und nehmen Sie jemand mit, mit dem Sie diese Faszination teilen können, den geteilte Freude ist doppelte Freude.
Es ist Ihnen auch erlaubt, sich Ihren eigenen Empfindungen und der Frage zu stellen: Mensch, wo bist du? Wo stehst du im Reigen von über acht Milliarden Menschen auf dieser Welt? Gehörst du zu denen, die sich komfortabel zurücklehnen nach dem Motto "Es ist noch immer gut gegangen" beziehungsweise "Die da oben machen sowieso, was sie wollen?
Oder gehörst du zu denen, die sich längst auf den Weg gemacht haben, etwas zu verändern, zu verbessern? Wo auch immer, sei es in der Natur, im Klimaschutz, in der Umwelt überhaupt oder für den Frieden auf dieser Welt - wobei doch alles irgendwie zusammenhängt.
Der künstlerische Leiter Rupert König hat es wieder einmal geschafft, im Rahmen des ökumenischen Cityadvents, der bereits seit 20 Jahren stattfindet, den Menschen aus dem Münsterland und darüber hinaus eine äußerst sehenswerte Ausstellung zu präsentieren und an den richtigen Orten einen würdigen Rahmen zu geben. Die Skulpturen von Aron Demetz in den Kirchen von Münster sind nicht nur äußerst schön anzuschauen, sondern sie machen auch etwas mit den Menschen, sie faszinieren und bewegen zugleich und regen sie zum Nachdenken an.
Die Ausstellung ist noch geöffnet bis zum 22. Dezember 2024 zu folgenden Zeiten:
Mo bis Fr von 11 bis 19 Uhr
Samstag von 11 bis 21 Uhr
Sonntag von 13 bis 19 Uhr
Weitere Skulpturen des Südtiroler Künstlers Aron Demetz finden Sie in der Stadt- und Marktkirche St. Lamberti und im Kirchenfoyer, im St.-Paulus-Dom, in der Apostelkirche sowie am Zentralfriedhof.
Unsere Redaktion hat insbesondere für die Menschen, die aus bestimmten Gründen, zum Beispiel gesundheitlichen, diese wunderbare Ausstellung nicht aufsuchen können, weitere Bilder in die nachfolgende Bildergalerie eingestellt. Wir haben versucht, auch die vorhandene Stimmung, die besonders in den Abendstunden bei Dunkelheit zu verspüren war, einzufangen. Die Fotografien wurden in den vergangenen Tagen gemacht und mit Genehmigung des Künstlers Aron Demetz in unsere Onlinezeitung eingestellt - ein herzliches Dankeschön an ihn!
Wir wünschen Ihnen viel Freude und eine besinnliche Zeit beim Betrachten dieser Bilder und legen Ihnen zum Schluss noch einmal nahe, diese wunderbare Ausstellung, wenn es irgendwie geht, zu besuchen. Über 70. 000 Menschen haben es bereits getan.
Mit besten Grüßen und bleiben oder werden Sie gesund
Ihre Redaktion
Karin und Jürgen Gerhard
Symbolhaft ragt sie in den Münsteraner Himmel, als ob es nie anders war
Münster ist eine bildschöne Stadt, die es versteht, sich mit spektakulären Kunstwerken in das Licht der Öffentlichkeit zu rücken, so auch dieses Jahr! Die Himmelsleiter am Lamberti-Kirchturm strahlt nach einem halben Jahr Entbehrung nun wieder bis zum Frühjahr 2028 weit in das Münsterland hinein. Ein sehenswertes Kunstwerk, insbesondere während und nach der früh eintretenden Dunkelheit. Sie berührt Himmel und Erde an unterschiedlichen Enden und verbindet sie auf eine faszinierende Art und Weise.
Ein besonders himmlischer Eindruck erschließt sich jedem, der, wie auf dem Bild dargestellt, durch die Häuserschlucht auf die am Ende liegende Himmelsleiter schaut. Wie ein Wahrzeichen erhebt sie sich in den Münsteraner Nachthimmel.
Aber auch der Blick vom Domplatz durch die jetzt entlaubten Baumkronen auf den Kirchturm offenbart die Schönheit dieser Installation. Nur die fleißigen Engelchen, die angeblich auf der Himmelsleiter hinauf und hinab gehen sollen, waren nicht zu sehen. Wahrscheinlich war es schon zu dunkel und vermutlich sitzen sie irgendwo in der Kirche, man muss sie halt nur finden. Doch sehen kann sie ohnehin nur, wer selbst ein kleiner Engel ist, oder?
Wenn es Ihnen draußen zu kalt wird, dann suchen Sie das Innere der prächtigen Kirche auf und lassen den unteren Teil der Himmelsleiter auf sich wirken. Malerisch ragt er vor dem Orgelprospekt zum Kirchenhimmel empor. Das Kunstobjekt wurde, wie mittlerweile allseits bekannt, von der Künstlerin Billi Thanner erschaffen. Seit den 1990er-Jahren hat sie sich in ihren künstlerischen Werken, die die Malerei, die Erschaffung von Skulpturen und Rauminstallationen, aber auch bestimmte Aktionen umfassen, der Schönheit verschrieben.
Zum Kunst-Projekt Himmelsleiter merkte Billi Thanner einst an:
"Meine Installation soll auch den persönlichen Weg des Menschen zu Gott darstellen. Dieser Weg führt über die Stufen der Tugenden, Sprosse für Sprosse. Meine Himmelsleiter steht in dieser Zeit vor allen Dingen für die drei göttlichen Tugenden Hoffnung, Glaube und Liebe. Wenn alle Menschen ihr Leben daran ausrichten würden, wäre das doch traumhaft!"
Beeindruckende Worte in dieser beunruhigenden Zeit von Krieg, Klimakrise und grenzenloser Ausbeutung dieser Welt. (Nachzulesen auf Seite neun in "Zwischen Himmel und Erde", Joachim Wertz & Toni Faber, Hrsg.: Schnell & Steiner, Regensburg 2022).
Auch dieses Mal war Billi Thanner bei der Illumination der Himmelsleiter, die 36 Meter lang ist und rund 300 kg schwer sein soll, wieder dabei. Die Installation durch Höhenkletterer aus Österreich hat immerhin einige Wochen gedauert. Sie bleibt, wie bereits erwähnt, noch bis zum Frühjahr 2028 auf dem Kirchturm der Lambertikirche. Nehmen Sie sich ein bisschen Zeit und Muße und besuchen Sie dieses einmalige wunderbare Kunstwerk in und auf der bedeutendsten spätgotischen Hallenkirche Westfalens.
Ein großes Dankeschön geht an die Spender, schließlich haben auch sie durch ihren finanziellen Einsatz die Himmelsleiter wieder in Münsters gute Stube geholt!
Wir wünschen Ihnen eine schöne Adventszeit mit Blick auf die "Münsteraner Himmelsleiter", einmal in der nachfolgenden Bildergalerie und natürlich direkt in Münster selbst.
Ihre Redaktion
Karin und Jürgen Gerhard
Martinimarkt in Nottuln vom 9. bis 11. November
Hoch hinaus geht's wieder auf dem Martinimarkt in Nottuln. 402 Jahre Martinimarkt im historischen Ortskern von Nottuln Wer kann schon auf eine so lange Tradition zurückblicken.
Neben der Kirmes mit Fahrgeschäften, Krammarkt, mit dem Schwerpunkt auf Kunst, Kultur und Genuss, Partyzelt und allerlei angebotenen kulinarischen Köstlichkeiten werden Sie auf dem Kirchplatz, wie in den vergangenen Jahren, das traditionelle Kunsthandwerkerdorf vorfinden. Es ist halt auch ein Fest der Kultur und der Vereine mit vielen Ehrenamtlichen, die Sie gerne auf Ihrem Stand begrüßen würden. Die örtliche Gastronomie freut sich natürlich ebenfalls auf die vielen Gäste und darüber hinaus ist der Sonntag wie immer verkaufsoffen.
Hier die vorgesehenen Öffnungszeiten:
09. Nov. Samstag von 15 bis 24 Uhr, Krammarkt von 15 bis 21 Uhr
10. Nov. Sonntag von 11:30 bis 23 Uhr, Krammarkt von 11:30 bis 21 Uhr
11. Nov. Montag von 10 bis 22 Uhr, Krammarkt von 10 bis 20 Uhr
Also auf zum Nottulner Martinimarkt, es gibt keine bessere Alternative an diesem Wochenende! Nehmen Sie sich eine kleine Auszeit von den Sorgen des Alltags. Treffen Sie sich mit Freunden und Bekannten auf dem Martinimarkt, genießen Sie gemeinsam die Atmosphäre mitten im historischen barocken Ortskern von Nottuln und nehmen die vielseitigen Angebote wahr. Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien ein gemeinsames freudiges Martinifest 2024.
Mit den Bildern vom vergangenen Martinimarkt möchten wir Sie ein wenig einstimmen auf den diesjährigen 402. Martinimarkt.
Mit besten Grüßen
Ihre Redaktion
Karin und Jürgen Gerhard
Bereits zum zweiten Mal ging der Johann Conrad Schlaunpreis nach Darup
Darup hat es wieder einmal geschafft, dat kleine Duorp in't Mönsterland in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit der Bürgerinnen und Bürger des Kreises Coesfeld und darüber hinaus zu rücken. Die dörflichen Eigenschaften und Strukturen funktionieren selbst fast 50 Jahre nach ihrer Eingemeindung immer noch hervorragend. Und dafür reicht es nicht aus nur Visionen zu haben, sondern es müssen sich immer wieder Menschen finden, die auch bereit sind, ihr ganzes Wissen, ihre unterschiedlichen Fähigkeiten und ihre Kraft einzusetzen, ganz neue, außergewöhnliche Wege zu gehen.
Selbst der Mut, ein außerordentliches Risiko einzugehen, war vorhanden. Schließlich ging es um die Erhaltung des ehemaligen Landgasthauses Egbering mitten im Dorfkern, das der Dorfgemeinschaft, vielen Vereinen und Einrichtungen über Jahrzehnte als Veranstaltungsort und Treffpunkt gedient hat.
Darup drohte tatsächlich der Verlust des gesellschaftlichen Mittelpunktes. Deshalb gründete sich 2021 die Bürgergenossenschaft e. G. Darup, die mittlerweile auf über 1000 Mitglieder angewachsen ist und mit viel Engagement dafür sorgte, einen Eigenanteil von 400.000 € für den Erwerb des Gasthauses aufzubringen.
Und deshalb gab es auch kein Zweifel daran, das sich dieses Mal die Bürgergenossenschaft Darup den Preis redlich verdient hat, wie Schirmherr Direktor Dr. Georg Lunemann vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe bei seiner Laudatio betonte, bevor er den J. C. Schlaun-Preis an Dirk Teichmann und Markus Lewerich überreichte, die sich herzlich dafür bedankten.
So hatte natürlich auch die Jury entschieden, wie der 1. Vorsitzende des Schlauncirkels Thorsten Runge in seiner Begrüßungsansprache anmerkte. Dieses Mal bestand die Jury aus Kreisheimatforscher Hans Peter Boer, der Regionalleiterin der Sparkasse Westmünsterland Bettina Kerkhoff, dem Vorstand des Schlauncirkels Dr. Bernhard Schulze Langenhorst, dem Landrat des Kreises Coesfeld Dr. Christian Schulze Pellengahr, dem Bürgermeister der Gemeinde Nottuln Dr. Dietmar Thönnes und dem ehemaligen Chefredakteur der Westfälischen Nachrichten Dr. Norbert Thiemann. Letzterer moderierte die Veranstaltung und sorgte in vielen Kurzinterviews mit den Beteiligten für gute Stimmung. Es wurde herzlich gelacht, es hätte besser nicht sein können.
Um es etwas kürzer zu machen (unsere Zeit ist momentan sehr gering bemessen, da wir einen neuen Bildband erstellen): "Alle Redner der hiesigen Veranstaltung lobten im würdevollen Rahmen des Bürgerzentrums Schulze Frenkings Hof in Appelhülsen, die außergewöhnliche Leistung aller Beteiligten und die besondere Verbundenheit der Bürgerinnen und Bürger zu ihrem Heimatort Darup."
Mittlerweile ist das Dorfgasthaus nach vielen Umbau- und Renovierungsarbeiten in Betrieb gegangen. Der Pächter Josef Balz warb mit seiner Speisenkarte auch auf der Veranstaltung und verriet, dass das Holsteiner Schnitzel momentan der "Renner" wäre. Auch die anderen Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder Andreas Determann, Sarah Heimann, Holger Zbick, Stefanie Lenz, und Egbert Messing, die sozusagen mit Dirk Teichmann und Markus Lewerich die "Glorreichen Sieben" bilden, nutzten die Gunst der Gelegenheit und warben für den Besuch des Dorfgasthauses.
Denn trotz der frohen Stunde sind sich alle darüber klar, und das wurde auch noch einmal im Gespräch mit Dirk Teichmann bei Sekt oder einem deftigen Bier und Häppchen deutlich: Es bedarf weiterhin vieler Ideen und es muss kontinuierlich die Werbetrommel gedreht werden, damit das Landgasthaus Darup eine erfolgreiche Zukunft auch in den nächsten Jahren haben wird. Dazu gehört natürlich auch die Mundpropaganda.
Mit einem glücklichen Lächeln im Gesicht nahm Dirk Teichmann und seine Kolleginnen und Kollegen den sandsteinfarben Martini-Kirchturm, das Baumberger Gold, wie er es selbst in seiner Dankesrede nannte, mit nach Hause in Darup. Demnächst kann er im Alten Dorfgasthaus Egberding, indem er einen festen Platz bekommt, bestaunt werden.
Unsere Redaktion wünscht allen Daruperinnen und Darupern weiterhin frohes Gelingen und dem Johann Conrad Schlaun Cirkel wie bisher, eine gute Wahl bei der Vergabe des bemerkenswerten Johann Conrad Schlaun Preises, der natürlich zu unserem Nottuln, Darup, Appelhülsen und Schapdetten hervorragend passt, wie wieder einmal bewiesen wurde.
Mit besten Grüßen
Ihre Redaktion
Karin und Jürgen Gerhard
Ein Schützenfest der Superlative
Lassen wir das diesjährige gemeinsame Schützenfest der St. Antoni- und der St. Martini-Bruderschaft Revue passieren, so war es ein Fest der Superlative, so unser Eindruck. Alleine 527 Schützenbrüder haben laut Meldung teilgenommen! Von der endlosen Polonaise in den Abendstunden ganz zu schweigen.
Da war es auch für einen erfahrenen Fotografen nicht ganz einfach, immer den richtigen Moment zu erwischen. Trotzdem ist eine Reihe von aussagekräftigen Bildern zusammengekommen, die wir Ihnen zur Ansicht präsentieren möchten.
Wir verzichten dieses Mal auf einen umfangreichen Artikeltext und lassen einfach die Bilder sprechen, getreu dem Motto: „Ein gutes Bild sagt mehr als 1000 Worte“. Wenn Sie sich dort selbst nicht wiederfinden, so ist es leider der Vielzahl der Teilnehmer geschuldet.
Außerdem ist unsere Zeit momentan sehr begrenzt, da wir zumindest noch dieses Jahr mit der weiteren Erstellung eines aufwendigen Bildbandes beschäftigt sind.
Zudem wird der Bildband "Nottuln, ein starkes Stück Heimat" (siehe auch: https://www.nottuln-blickpunkt.de/313-nottuln-ein-starkes-stueck-heimat) überarbeitet und neu aufgelegt, da die erste Auflage komplett vergriffen ist und es eine Vielzahl weiterer Anfragen gibt. Wir setzen alles daran, damit dieser Bildband Anfang Dezember in der Stiftsbuchhandlung Esplör in Nottuln wieder erhältlich ist.
Die Redaktion wünscht Ihnen und insbesondere denjenigen, die aus irgendwelchen, zum Beispiel gesundheitlichen Gründen nicht am Schützenfest teilnehmen konnten, beim Betrachten der Bilder viel Freude. Da wir auf einen umfangreichen Artikeltext verzichtet haben, wurden die Bilder größtenteils mit Textlegenden versehen.
Der bebilderte Artikel bleibt, auch wenn er beim Aufruf der Onlinezeitung „Nottulner Blickpunkt“ nach einiger Zeit nicht mehr direkt zu sehen ist, gespeichert und kann jederzeit unter dem Button „Kultur“ betrachtet werden. Das gilt auch für den Artikel über das Schützenfest 2022 (https://www.nottuln-blickpunkt.de/380-es-lebe-die-tradition) bei dem sogar ein Kaiser ausgeschossen wurde.
Mit besten Grüßen
Ihre Redaktion
Karin und Jürgen Gerhard
Königin Laura Walczak mit Ihrem Königsbräutigam Henning Termersch sind das Kinderkönigspaar 20024
Die Sonne schien zwar nicht vom Himmel, aber das tat dem Kinderschützenfest, das von der Martini - und Antonibruderschaft bereits zum zweiten Mal durchgeführt wurde, keinen Abbruch. Erwartungsvolle Schützinnen und Schützen hatten sich auf dem Schießstand am Bagno getroffen, um ihre Schießkunst unter Beweis zu stellen.
Unterstützung bekamen sie von Ihren Eltern und natürlich den Schießwarten der Bruderschaften, die die kleinen Schützen einwiesen, wobei die Schützinnen auch gut vertreten waren, wie sich später noch herausstellen sollte. Geschossen wurde allerdings nicht mit "scharfen" Waffen, doch immerhin mit einem Druckluftgewehr und Pfeilen.
Als Ziel diente ein eleganter Schützenadler, der aus ganz vielen Einzelteilen bestand und vom erfahrenen Vogelbauer Hendrik Böing auf einer Platte mit Magneten montiert war. Am überdachten Schießstand herrschte großer Andrang und es zeigte sich sehr schnell, dass nicht nur die "Männer" etwas vom Schießen verstanden, wenn die Einzelteile des Adlers auf dem Boden landeten. Irgendwie hatten alle ihre Freude daran, es gab reichlich Beifall und die Kindergesichter strahlten sehr viel Zuversicht aus.
Doch auch um den Schießstand herum kümmerten sich die Schützenbrüder und ihre Frauen um den Nachwuchs, sei es beim Nagel einschlagen in einen Holzbalken oder beim Springen in der Hüpfburg. Für Essen und Trinken war ebenfalls gut gesorgt. Und irgendwann war es so weit, auf der Zielplatte war nur noch ein Fitzelchen vom mächtigen Adler zu sehen und viele dachten, wer soll das den wohl noch treffen - innerlich hatte man sich schon auf einen längeren Wettkampf eingestellt.
Doch weit gefehlt, der nächste Schuss, ein richtiger Kracher und den Adler gab es plötzlich nicht mehr. Die glückliche und treffsichere Königin war Laura Walczak, die auch gleich Ihren Königsbräutigam Henning Termersch bei der Hand nahm, ein hübsches Kinderkönigspaar 2024 der Antoni - und Martinibruderschaft!
Das Kinderschützenfest der Nottulner Bruderschaften scheint eine feste, sich jährlich wiederholende, fröhliche Einrichtung geworden zu sein, und das hat seine Berechtigung, wie es sich gestern wieder einmal erwies.
Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Betrachten der Bilder mit Textlegenden in der nachfolgenden Galerie (Diaschau).
Mit besten Grüßen und herzlichem Glückwunsch an das Kinderkönigspaar 2024
Ihre Redaktion
Karin und Jürgen Gerhard

